Warum dieser Blog

Ursprünglich schrieb ich hier einen Blog über meine Erinnerungen an sexuellen, emotionalen und körperlichen Mißbrauch in der Kindheit.
Der hieraus folgenden Gewaltehe mit einem Real-Sadisten und dem durch ihn erzwungenen Zugang in die Prostitution.

Über meine Erlebnisse dort und wie es kam, dass ich mich nach über 25 Jahren in der Prostitution letztlich selbst dort heraus heilte.

Inzwischen – heute ist der 08.12.2018 – erzähle ich oft von meiner 2. Ehe.
All den Problemen die hier entstehen, durch den gesamten Weg meiner Heilung.
Wir sind nun seit 9 Jahren ein Paar und unsere Beziehung verändert sich stetig.
Liebe heilt, heißt es.
Aber Heilung ist nicht nur gut – sie ist auch unsagbar schwer und anstrengend.
Und oft sehr schmerzhaft.
Und sie bringt Früchte hervor, die man im Traum niemals für möglich gehalten hätte.

Und so entwickelt sich dieser Blog, der ursprünglich fast ein Huren-Blog gewesen war
Ein Mißbrauchs-Blog
Nun zunehmend zu einem Blog über Beziehung.
Ein Blog über Liebe, Hilfsmöglichkeiten, Seelenqual
zu einem völlig überraschendem Neuem:
Ein Blog übers Viele-sein.
Über Seelenspaltung, Selbstfindung, und einer Suche nach Puzzle-Stückchen.

Ein Blog darüber, wie ich mich selbst suche.
Und mein inneres Seelenheil.
Und die Chance, Liebe zu leben.
Und all die erlebte Gewalt erst anzusehen; zu fühlen – und dann weg zu räumen.

Ich hoffe, es ist ein Blog über´s Mensch-sein.


Mein Blog ist mein Tagebuch – online, statt Zuhause heimlich und einsam auf Papier.
Ich schreibe hier, wie es aus mir heraus fließt; unzensiert und ohne Angst vor Be- oder Verurteilung durch andere. Das hier ist mein inneres Zuhause und ihr seid eingeladen, durch´s Fenster mein tiefstes Echtes zu sehen.

Prostitution ist nicht einfach *Sex kaufen*.
Auch nicht *normal*
Ich würde heute nie wieder „Sexwork“ sagen oder „Sexarbeit“.
Da hängen Menschen dran; Frauen.
Geschichten und ganze Leben.
Ursprüngliches Davor – und folgenschweres Danach.
Für die Frauen – am Ende aber auch für die Freier selbst.
Prostitution kostet so viel mehr als den Preis, den die Prostituierte nennt.

Meinen Preis könnt ihr hier lesen.


Folgend der ursprüngliche Text von 2015:

Sehr viele Jahre lang bin ich selbst dem Irrtum anheim gefallen, dass es tatsächlich wichtig und erstrebenswert ist, für „freie Sexarbeit“, „selbstbestimmte Prostitution“ und „bessere Arbeitsbedingungen für Huren“ zu kämpfen.

Ich war mir absolut sicher, dass es wichtig ist, für Sexarbeiterinnen bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen und Gesetze zu ändern.

Ich empfand mich selbst als absolut selbstbewußte, freiwillige Sexualbegleiterin und wollte mir mein hart erarbeitetes Berufsfeld nicht von „völlig verblendeten Feministinnen“ kaputt machen lassen.
Ich machte viel Rabatz und Öffentlichkeitsarbeit, damit selbstbestimmte Sexarbeiter/innen endlich auch von Gesetz wegen in Ruhe sich selbst verwirklichen können.

Dachte ich.

Inzwischen muß ich erkennen, dass ich einem Irrtum unterlegen war.
Dass ich mich in meiner eigenen Scheinwelt verlaufen hatte.
Ich nicht bemerkt hatte, dass ich garnicht sehen kann – denn ich hatte die Augen verschlossen.

Hierüber möchte ich schreiben.
Über mein ganz privates Leben; meine Gefühle, Erfahrungen und Gedanken.
Damit vielleicht auch ein anderer bemerkt, dass er im Nebel steht.

Erklärend füge ich hinzu, dass ich unterscheide zwischen Freiern und Gästen.
Freier sind jene Männer, die egoistisch, herzbefreit und schwanzgesteuert ficken gehen.
Gäste sind Männer, die sich wie Gäste benehmen; Grenzen respektieren und Menschen (an-)erkennen.

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Ich freue mich über Kommentare 🙂
rebloggs auf private Seiten, gerne 🙂
Kopieren und woanders publizieren, bitte mit vorheriger Anfrage per Kommentar.

Wer gerne den Zusammenhang finden möchte und durch den ganzen Blog lesen, findet den ERSTEN Beitrag hier
Da ich hier nun rein privat bin und keine Prostituierte mehr, möchte ich deutlich darum bitten, von Verlinkungen auf Sexarbeiterseiten oder zum Zwecke irgendwelcher Gesetzesstreitigkeiten abzusehen.

Zu meiner aktiven Zeit hatte ich ausreichend Anfeindungen von Zuhältern
und „Kolleginnen“, dass ich doch gar keine Hure sei.
Heute nun, wo ich erkannt habe, dass ich tatschlich nicht als Hure geboren wurde und im Herzen auch nie eine gewesen war, brauche ich das erst recht nicht mehr.
Danke

6 Kommentare zu “Warum dieser Blog

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