NEIN ist ein End-Gegner

Guten Morgen, ihr Lieben 🙂

Eben ist der Mann weg. Wieder zum Arzt.

Die Tage sind sehr anstrengend.
Unsagbar viel Fühlen, Erinnern und Arbeiten.

Gestern war Osteopathie.
Meist reden wir nicht allzuviel.
Aber gestern…. gestern war irgendwie anders.

Vorgestern kam in der ARD ein Film über Gewalt.
Ich zumindest habe es so empfunden.
Keine Ahnung, ob andere Menschen überhaupt kapieren, wie GROSS diese Gewalt war.
Schon alleine der Titel des Filmes:

Weil Du mir gehörst (klick)

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Diese inneren Zweifler

sind schon irgendwie faszinierend.
Zum Kotzen, auch.
Aber auch so tricky; so hinterlistig; so … ach….

Guten Morgen, ihr Lieben 🙂

Wie oft lese ich bei anderen und denke dann erst, dass ich das von mir nicht kenne.
*Das* – mit dem sich andere da so schlimm, schmerzhaft und schwer herum schlagen müssen.

Oft tut es mir selbst so weh.
Es ist oft so grauenhaft, so schmerzhaft, so unfassbar und kaum zu glauben.
Welche Grausamkeiten sich Täter ausdenken können…
Menschen.

Wie kann man so bloß sein?!
Was muß in denen alles völlig durchgeknallt sein?
Wozu das alles?
– und wie oft geht es am Ende einfach „nur“ um Geld?!

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Was sich da alles ausschüttet

Ich muß nochmal.
Irgendwie schreibe ich meinen Blog inzwischen auch nicht mehr nur über mich.
Nicht mehr nur über michuns.
Sondern zunehmend über immer mehr innendrin – und nun auch über den Mann.

Weil der Mann mag nicht schreiben.
Der Mann mag auch nicht malen.
Und auch sonst nichts, das vielleicht helfen würde, nicht zu vergessen.

Und unser Weg scheint sehr lang zu werden.
Und durch unglaubliche, unwahrscheinliche, tiefste und dunkelste Landschaften zu führen.
Nichts für Anfänger.
Nur für Fortgeschrittene.
So viel Ohnmacht, Horror und Not.
So vieles, das man nicht glauben mag.

Ich mein, schon MEINE „Familie“ ist irgendwie….
Aber in SEINER?
Da ist derart viel Sumpf und Treibsand.
So viele Geheimnisse und Verborgenes.
Und je heller das Licht wird, desto unglaublicher wird das alles.

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Ich bin so durch

Guten Morgen, ihr Lieben 🙂

Ist das eine Zeit….

Ich hatte eine recht grausige Nacht. Konnte erst gefühlte Ewigkeiten nicht einschlafen; drehte mich unaufhörlich quer durch´s Bett.
Bis ich irgendwann die Schnautze voll hatte, nochmal auf´s Clo ging und das Fenster kippte.
Dann war ich wohl endlich soweit gewesen….

Ich erinnere mich kaum an die Träume.
Ich weiß, es kamen Kinder drin vor.
Kinder, die egal, wo sie entlang liefen, so eine Art Lego-Schienen legen sollten.
Zugschienen, die man wie Puzzleteile in das vorherige Teil legen kann; leicht und aus Kunststoff – aber groß genug, dass ein Zug darauf fahren kann, in dessen Waggons Kinder sitzen können.

So, als bauen sie unaufhörlich ihr eigenes Transportnetz.
Damit sie leichter erreichen – was auch immer und wohin sie wollen.

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Kontakt üben / erleben

Guten Morgen, ihr Lieben 🙂

Irgendwie ein gruseliges Thema.
Kontakt und Nähe.
Wenn man die meiste Zeit im Leben so gut wie keine(n) hatte.
Meist nicht mal wirklich mit sich selbst.

Klar – da war die Tochter.
Da waren/sind 2 Ehemanner.
Und einige Typen, mit welchen man glaubte, „Beziehung“ zu leben.
Auch ein ganzes Leben, in welchem geglaubt wurde, dass man sich selbst besser kennt, als sehr viele Menschen sich selbst kennen würden.

Aber heute nun muß man merken; FÜHLEN, dass das nur Illusion gewesen war.
Dass jenes, das man glaubte zu kennen, wissen, merken letztlich nur ein minikleiner Bruchteil gewesen war.
Dass es zwar vielleicht mehr war, wie bei vielen anderen (Gefühlszombies)
Und dass es vielleicht alles gewesen war, das möglich war

Dass aber nunmal der Rahmen des Möglichen nur sehr knapp bemessen war.
Und somit in Wahrheit nur so wenig und Minikleines tatsächlich bewußt und erleb-/fühlbar war.

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So viel wieder

Guten Morgen, ihr Lieben 🙂

Es ist doch irgendwie verrückt.
Ich hab tatsächlich noch immer kaum wirklich Ahnung, wer da alles wann in mir ist und weshalb.

Da glaubt man, man sei sich schon ganz schön auf die Spur gekommen – und dann merkt man, wie viel man in Wahrheit überhaupt garnicht weiß.

Auch mein Mann…
Eben sagt er, dass er sehr froh sei, sich nun auf diese Art wahrzunehmen.
Weil er plötzlich merkt, wie unsagbar oft in eigentlich erwachsenen Situationen sein kleiner Bub mit mischt.
Und welch großen Einfluß das hat.
Und wie oft das Kind ansich dort garnichts zu melden hätte – und doch tut.

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Es muß immer alles richtig sein

Das war komisch gestern.
Kleine schreiben lassen, darf nicht sein.
Es darf nicht sein, dass hier jeder grad macht, was er will.

Da muß immer jemand Großes dabei sein.
Einer, der aufpaßt.
Einer der guckt, dass auch alles richtig ist.

Keine Schreibfehler.
Kein auffälliges Getue.
Keine Lügen.
Keine solchen Lügen, die was sagen, das nicht sein darf.

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Wieder einmal fällt mir auf

wie unsagbar oft und stark mir ein Gefühl für „Normal“ fehlt.

Als ich meine Tochter damals zur Welt gebracht hatte, fing das an, dass es mir auffiel.
Ich fragte andere Menschen sehr oft nach jenem, das sie für normal hielten.
Und immer wieder bekam ich die gleiche Antwort:

Was interessiert dich das Normal der anderen? Leb doch dein eigenes Normal.“
– eine wirklich befriedigende Antwort auf meine Frage bekam ich nie.

Und oft fragte ich mich, ob andere sich wohl schämen für ihr Normal, wenn sie es nie sagen wollen?
Oder wissen sie selbst nicht, was normal ist?
Oder war ich ihnen die Mühe nicht Wert?

Meist glaubte ich an Letzteres.
Weil Wert war ich mir ja selbst nichts.

Und so ruderte ich weiter fast ertrinkend in jener dreckigen Suppe herum, die mein Normal gewesen war.
Und fand einfach, so sehr ich mich auch anstrengte, kein klares Gewässer. Weiterlesen

Werd ich alt?

Guten Morgen, ihr Lieben 🙂

Das Ringen mit mir selbst hört nicht auf.
Gestern fand ich wohl irgendwie keinen Zugang zum Schreiben.
Heute nun ist mein Mann eben aufgestanden und ich tue, was ich sonst vermeide – ich schreibe, während er noch hier ist.
Sonst warte ich, bis er weg ist zur Arbeit.

Eben auf dem Balkon schüttelte in mir eine den Kopf über die andere.
Vorhin schon.

Vorhin ging es drum, dass jemand in mir die Welt so grausam findet.
Dass die Menschen sich selbst und alles Leben auf dem Planeten ohnehin bald umgebracht haben werden.
Dass all der Drogenkonsum, die Gier, das „ich will alles – und jetzt sofort!!!-Ding“, das nur-an-sich-selbst-Denken und all die Maßlosigkeit so dermaßen ins Elend führen, dass dieser Jemand das nicht mehr ertragen kann und wenn doch eh alle verrecken, es an und für sich doch auch jetzt sofort aufhören könnte. Weiterlesen

Morrast-dümpeln

Guten Morgen, ihr Lieben 🙂

Eben noch hatte ich es mit meinem Mann davon.
Danach dann auf dem Blog der A/Parts.

Irgendwie hat die Zeit begonnen, um in die Tiefe zu steigen. Hinunter in die Selbst-Hölle.
Zur dunklen Seite des Ich.
Und jener, der anderen.

So zumindest kommt es mir vor. In mir selbst, aber auch beim Lesen anderer Menschen.

Life at itself.
Lebenszyklus.

Und dieser Rhythmus läßt sich auch nicht stören oder irritieren von der Sonne und Wärme dort draußen.
Es ist Mitte Oktober – so oder so.

Gestern hatte ich noch viel gegoogelt.
In mir sind all meine Wehrer, Kämpfer, Trotzigen und Wütenden zugange.
In mir herrscht Kindheit.
Überlebenskampf und Not.

In mir sind so viele kleinen Geister und Wesen am toben.
Ohnmächtig fühlend; Ungerechtigkeit, Gemeinheit, Unfairness, Lieblosigleit, Egozentrik und Dummheit.
Um uns herum und in uns selbst.

Zwergenaufstand, könnte man sagen.
Aber das wäre gemein und käme der Sache auch nicht wirklich nah.

Ich versuchte vorhin meinem Mann zu erklären, wie es sich anfühlt, von den Kindern davon getragen zu werden; weg geschwemmt.
Kinder, welche von Gesetzen und von Strafen und Paragraphen nichts wissen. Auch nichts wissen WOLLEN.

Es ist Unrecht, brüllen sie.
Es muß aufhören!!!!
Schluß sein!!!!
Wir leiden doch so sehr!!!!
Schlafentzug ist Folter!!!!!
Die sind so rücksichtslos und gemein – das darf nicht sein!!!!
Das Recht auf Selbstentfaltung hört exakt dort auf, wo man das Recht der Selbstentfaltung ANDERER berührt oder gar beschneidet!!!!

Als seien sie auf einer Demo und brüllen lautstark ihre Parolen.

So wenig, wie ich um 20 Uhr schon hoch ginge, um sie zum Stillsein zu zwingen, so wenig darf er mich nach 22h zwingen, wach zu bleiben.

Und was wünschten sich die Kleinen, es gäbe einen Großen, der diesem Typ und der ganzen blinden Bagage einmal so richtig die Fresse poliert.
*wüt, kotz, tob, stänker, schrei, kreisch, ausflipp*

Ich will doch auch nur dann schlafen, wenn ICH SCHLAFEN WILL!!!!!

Und irgendwie fühlen sich alle wie Feinde an.
Wie Schwächlinge.
Wie Blinde, Doofe, Unreflektierte, Idioten.
Täter.

Keiner hilft mir.
Alle lassen mich alleine.
Keiner kümmert sich und tut was.

Es ist unglaublich schwer, diese Gefühle auszuhalten.
Schwer, hier einen (inneren) Erwachsenen dazu zu setzen, welcher auf die Kinder einredet.
Auch umarmen nutzt nix.
Erklären.
Es ist UNRECHT!!!!!! – kreischen sie.

Und verdammt, sie haben Recht.

Aber was soll man denn tun?
Welche Mittel, Wege und Methoden gäbe es denn, mit welchen man sich sinnvoll, fruchtbar und heilsam wehren könnte?

Am Ende wird doch alles immer nur schlimmer.

Hirnlose und Herzlose kann man nicht bekehren.
Es ist sinnlos, durch Reden etwas ändern zu wollen.
Auch Gewalt ist gewiß nicht hilfreich – noch dazu verboten.
Am Ende sticht der Typ noch meinen Mann ab – weil er wieder mal im Drogen- oder Alkoholdelirium nicht weiß, was er tut. Oder es vielleicht sogar ganz genau weiß.
Damit ist nicht geholfen.

Das Internet schenkte mir merkwürdige elektronische Geräte, mit welchen ich „die genauso ärgern könnte, wie die mich“.

Aber die kosten recht viel Geld.
Auch Zeit.
Auch Energie.
Und Kraft.

Und am Ende können „die“ dann zwar auch nicht mehr schlafen – aber ich halt auch nicht.

Und wem hat´s dann genutzt?

Dann wünschte ich, ich sei schlagfertiger; schneller; freier.

Ich hab gegoogelt – es gibt tatsächlich einen Ort, der Altenheim heißt.
Wirklich.
Da gibts sogar Campingplätze.

Und ich dachte, womöglich fahren ja DIE jeden Sommer und zu jeder möglichen Gelegenheit genau dort hin.
Ich könnte mich auch bei ihr bedanken, für die freundliche Einladung an jenen Ort, wohin DIE sich jedes Jahr selbst verpissen.
Jedes Jahr ständig hin fliehen, wenn DIE ihren eigenen Sohn nicht ertragen.
Wenn DIE zu empfindlich sind.
Wenn DIE es nicht ertragen und aushalten.

Weil DIE sind doch immer weg.
Und meinen, es sei die Aufgabe der Nachbarn, sich um ihren verkommenen Sohn zu kümmern.

Ihn einfach hier lassen zu können und sich woanders auszuruhen und zu erholen.
Und da sagt die zu mir, ICH sei zu empfindlich; ich soll doch grad ins Altenheim gehen.

So wie SIE????

Ich koche vor Wut.
Vor Ohnmacht.

Aber vielleicht kommt irgendwann der Tag, an dem sie nicht mehr fliehen oder weg sehen KANN.
Und ihr Sohn ihr die Wahrheit zeigt.
Und sie oben hockt und ihn erlebt in seinem Ausrasten.
In seiner Wut und Gefährlichkeit.
Und es nicht mehr geht, die Augen zu schließen und alles zu verharmlosen und schön zu reden.
Wie kann man nur so dermaßen blind und verlogen sein?

Heute früh dachte ich, es müßte doch verdammt nochmal möglich sein, MITGEFÜHL zu generieren.
Mit Mitgefühl für all diese unreflektierten und leidenden Menschen würde es mir SELBST doch sicher sehr viel besser gehen?
Wenn ich einfach (an-)erkennen könnte, wie grausam weh die sich selbst tun mit jenem, das sie machen und sind.

Aber wie kann mir das nur gelingen?

Schließlich greifen die doch mich an mit ihrer Scheiße.
Nehmen Einfluß in mein Leben.

Wie kann man das schaffen, all dieses einfach an sich herab; vorbei fließen zu lassen?
Woher bekomme ich einen Regenschirm für meine Seele?
Wie kann ich lernen, mich einfach abzugrenzen und die schlicht nicht mehr wahrzunehmen?

Ich habe keinen Bock, mich von ihnen einfangen zu lassen und mein Leben vergiftet zu fühlen von Menschen, die in Wahrheit mit mir doch garnichts zu schaffen haben.
Die können doch in ihrem Dreck paddeln solang sie wollen.
Irgendwann ersticken die eh drin – man sieht es ihnen doch längst an.
Man braucht ihnen doch nur ins Gesicht zu sehen.

Ich versuchs mal hier mit rausschrei(b)en.
Mit meinen alten Entspannungs-CDs und Räucherstäbchen.
Das ist ansich ja auch das Schöne an der dunklen Jahreszeit…. – dass Räucherstäbchen wieder so toll sind.

Gestern fand ich auf der Seite von re-empowerment einen Beitrag über männliche Narzissten. – die Seite wies im Kommentar darauf hin, dass es NICHT (nur) um Narzissten, sondern vielmehr um Gewalttäter geht.

Sie warnen darauf vor Triggern – weil der Text aus der Sicht dieses Narzissten geschrieben ist und beschreibt, wie er denkt und fühlt.
Und ja – genau so stelle ich mir das vor.
Und ja – genau SO muß auch mein Exmann gedacht und gefühlt haben.
Vermutlich noch immer.

Weibliche Narzissten sind wohl anders.
Statt, wie Männer aus Selbstherrlichkeit, handeln narzisstische Frauen eher aus mangelndem Selbstwert heraus.
Suchen Opfer, welche ihren „Wert“ erhöhen und ihnen dienen.
Sehr gerne würde ich einen diesbezüglichen, gleich gearteten Text auch einmal aus Sicht einer weiblichen Narzisstin lesen.

Hin und wieder frage ich mich ja doch, ob vielleicht auch ich narzisstische Züge habe.
Ob meine Tochter vielleicht deshalb unter mir zu leiden hatte.
Aber wäre ich dann mit meinem Exmann 8 Jahre zusammen geblieben?
Außerdem sagt meine Thera, dass ein Narzisst vieles tun mag – aber NIEMALS, kein einziges Mal wird er sich selbst fragen, ob er ein Narzisst ist.

Dann lief mir gestern ein Film über den Weg über vererbtes Trauma.
Wieder einmal auf Arte.

Ich habe ihn noch nicht geguckt.
Gerne würde ich ihn mit meinem Mann gemeinsam gucken.

Ich hatte mit meinem Mann auch nochmal gesprochen über unser Fiasko die Tage.
Und es leuchtet mir durchaus ein, dass es ihm schwer fällt, umgehend zu erkennen, wann Kinder da sind.
Aber den Kindern wiederum fällt es schwer, sich sichtbar zu machen; zu reden; zu erklären oder „erwachsen“ zu sein.
Sie können nicht sagen „Hallo, ich bin klein.“ – oder etwas in der Art.
Und wenn ich mich unglaublich bemühe, dazwischen zu kommen, dann kann ein Erwachsenes das vielleicht mal dazwischen raus quetschen – aber dann muß er das auch kapieren.
Kapieren, dass das ein Gewaltakt ist, sich irgendwo durch einen Spalt zu quetschen, um ihm etwas erwachsen mitzuteilen – und dann wieder weg gedrückt zu werden.

All das ist ja auch für mich selbst noch völlig neu und fremd und ich kenn mich selbst nicht wirklich aus.
Bin nur froh, dass ich es offensichtlich leisten kann, zumindest einen erwachsenen Satz dazwischen zu drücken.
Aber ich glaube, gut ist das nicht.

Nun haben wir überlegt, ob es den Kindern vielleicht gelingen kann, ihr Hasi zu holen?
Damit sie, wenn sie sich so unverstanden fühlen, etwas in der Hand halten können zum Trost.
Und auch mein Mann vielleicht hierdurch besser erkennen kann, wann Not herrscht?

Wir üben und suchen nach guten Wegen.

Letztlich sind wir uns einig:
Auch wenn diese Zeit schwer ist; sich schwer anfühlt
so ist sie doch um vieles einfacher, als jenes, das wir zu Anfang unserer Beziehung bereits er- und überlebten.
Es ist um vieles einfacher, als alles (Schwere) zuvor.
Es wird immer besser und leichter.
Immer verstehbarer und klarer.
Und wir finden immer weiter Werkzeuge und Mittel, um die Themen heilsamer und schneller zu lösen.

Man muß da einfach durch.

Wahrscheinlich gibt es aber deshalb immer mehr kaputte und leidende Menschen.
Weil die alle Angst haben vor Schmerz und Wahrheit.
Angst vor ihrem Innen und ihrem Sein.
Und so lieber Fassaden bauen, Lügengebäude und Spielchen spielen.
Sehr ernste Spielchen.
Am Ende womöglich tödliche Spielchen.

Wenn ich die Nachbarn hier ansehe, dann sehe ich nur Leiden.
Verhärmte, runzelige, graue Gesichter
Gebeugte Körper
Massives Übergewicht und Verwahrlosung
Körpergerüche, Ungepflegtheit und Boshaftigkeit.

Einzig ein Ehepaar im Haus, das wohl anders ist.

Aber man kann die anderen nicht ändern.
Und vielleicht provoziert die es auch derart, dass es uns gut geht.
Besser, als ihnen.

Die sehen an und in uns all jenes, das sie selbst nicht haben.

Wenn ich nicht tief in mir wüßte, dass es auch andere Menschen gibt.
Andere, die an sich arbeiten, sich reflektieren und seelisch wachsen.
Nur – wo sind sie alle?
Warum treffe ich sie nicht?

Warum bin ich immer unter Blinden?

Sollen die mir mein eigenes Blindsein zeigen?
Mich erinnern, dass noch viel zu tun ist?
Oder meint das große Ganze vielleicht, ich sei stark genug, um jenen ihr Elend vor Augen zu halten und einen Weg?

Soll das meine Aufgabe sein?

Am Samstag ist der „walk for freedom“ bundesweit (eigentlich weltweit).
Gestern habe ich zufällig davon gelesen.

Kurz hatte ich überlegt, ob ich wohl hingehen sollte.

Gerade ich.
Gerade durch mein Thema.
Ein Zeichen setzen.
Dabei sein, Anteil haben und Stimme geben.

Aber im Moment?
Mit all den Kindern?
All meiner Orientierungslosigkeit, dem Schmerz, dem Schwindeligfühlen und der Ohnmacht?
Ich sehe mich verwirrt am Bahnhof herum irren; nicht mehr zu wissen, zu begreifen; dissoziiert und völlig weg.
Mein Mann hätte keine Zeit, mitzugehen.
Und alleine? In die Innenstadt?
Ins Rotlichtviertel?
Orte der Vergangenheit?

Ich glaube, das darf ich mir nicht zumuten.
Vielleicht nächstes Jahr.
Oder in 2 oder 3 Jahren.
Ich denke an sie – Zuhause.

Nachher habe ich Osteopathie.
Ausnahmsweise sind bereits 4, statt 3 Wochen vergangen.
Ich hoffe, seine Behandlung nimmt so manche Energie von mir.
So manchen Knoten und Härte.
Manchen Stau in mir.
Läßt mich wieder fließen und weich werden.
Loslassen, statt festhalten.

Morgen dann Thera.
Und einkaufen.

Wieder bald 1 Woche rum.
Die Zeit rast nur so dahin.

Ich wünsche Euch alles Liebe.  ❤
Und eine gute Zeit in der schönen Sonne.


Gebloggt am 18.10.2017

Wir Komischen