Scheiß Zeit

Guten Morgen, ihr Lieben

Es tut mir Leid.
Es tut mir im Moment wirklich heftig Leid.
Ich lese Euch und sehe, dass es Euch auch scheiße geht und die ganzen Welten Kopf stehen.
Und ich kann nix sagen.
Bin wie zugeschnürt.
So, als dürfe ich nicht AUSSEN – sondern ausschließlich und nur bei und in mir.

Es geht nicht.
Immer wieder fange ich Kommentare an. Schreibe entweder hohles Zeug (nichtssagend) oder garnix.
Wie gesperrt.
Als versuchte ich, etwas hervorzuwürgen, das nicht will.
Und nochmal: Es tut mir Leid.

Weiterlesen

Die Stunde war gut

Mir rennt die Zeit davon.
Sie rennt so irre schnell.
Egal, was ich tun will, ich muß es immer JETZT tun – weil wenn ich bis später warte, ist es Abend; oder schon Morgen; oder nächstes Jahr.

Vorhin dachte ich, ich hätte noch Zeit.
Eigentlich wollte ich frühstücken.
Aber irgendwie hab ich mich wieder verlaufen und es war kurz nach 10.
Schnell anziehen und los.

Im Auto, unterwegs, wars dann schon 10.40h.
Mann, das wird knapp.

W. – mein Taxi-Ich – gab Gas.
Als im Radio nur Werbung lief, stellte ich auf CD und fand darin jene, die mein Mann wohl grad gern hört.
Onkelz

Weiterlesen

Es ist 8 Uhr

Ich bin wieder fast spät heute.
Gestern hatte ich überhaupt nicht geschrieben – gestern hatte ich Therapie.

Ich war mit meinem Mann ins Büro gefahren – spät schon, weil er zuvor noch einen Arzttermin hatte.
Danach war ich kurz Zuhause, weil es noch zu früh war für Thera – aber zu kurz, um zu schreiben.
Nach der Thera besorgte ich für meinen Mann noch ein Geburtstagsgeschenk, das er heute zu einer Einladung mitnehmen mag.
Er fährt direkt nach der Arbeit dort hin; ich mag wieder nicht mit.
So wird es heute spät, bis er nach Hause kommen wird.
Weiterlesen

Sex auf Rezept und die Grünen – Teil 3

Dieser Beitrag knüpft an an Teil 2 zum Thema

Es gibt einen sehr großen Unterschied zwischen dem
gut-meinen und dem
gut-machen.

Der Unterschied liegt meist hauptsächlich darin, dass jene die gut meinen, alle Aufgaben an andere deligieren. Große Reden schwingen, über andere reden und die wirkliche Arbeit oft weiteren überlassen. Dass sie große Ziele mit wenig Aufwand zu erreichen suchen.

Und jene die gut machen oft selbst etwas tun.
Etwas tun, das meist damit beginnt, zu hinterfragen.
Mit jenen Menschen zu sprechen, um die es gehen soll.
Sie zu fragen, was sie denn überhaupt als gut empfinden.
Auch sich selbst zu fragen, wozu man eigentlich bereit ist. Weiterlesen

Tadaaaaaa!!!! – Vorhang auf und Beifall!!!!

Da ist sie!!!
Darf ich vorstellen?

Unsere neue Aufgabe.

Ein neues, altes Kapitel in unserem Theaterstück des Lebens.
Heißt sie herzlich Willkommen und freut Euch über ihre Großartigkeit!!!
– und nein…. ärgert Euch nicht über ständige Wiederholungen.
Es scheint nur so.

In Wahrheit seht ihr nicht die Wiederholung der Wiederholung – sondern eine neue Geschichte mit neuen Protagonisten, neuen Lösungsansätzen und besserem Wissen.
Alles ändert sich; alles neu. Weiterlesen

Sicherheit in mir selbst

Vor 2 Tagen hatte ich zufällig in eine Sendung gezappt, bei welcher ich hängen blieb.
Es ging um die Pharmaindustrie und mit welchen Methoden sie ihre Medikamente an die Leute bringen.
Wie oft ein Medikament zuerst entsteht – und man erst dann um die Wirkung des Produktes herum die Krankheit erfindet.

Und wie mit den „Grenzwerten“ Profit gemacht wird.
Es hat mich einerseits sehr erschreckt, wie abgebrüht diese Industrie mit Angst und Vertrauen von Menschen spielt.
Andererseits bestärkt es mich ungemein, mich los zu lösen von irgendwelchen pauschalisierenden, völlig unreflektierten Allgemeinaussagen der Ärzte. Weiterlesen

Mein Küchenfenster

–  das Telefon zu Gott?

Kostenlos, jederzeit verfügbar und einfach zugänglich?

Ich schlafe noch.
Heute Nacht habe ich wieder von einem Freier geträumt und davon, dass mein Mann daneben lag und aufpaßte, dass ich auch übe, Grenzen (durch-)zusetzen.
Nein sagen zu üben und mich dennoch sicher zu fühlen.

Ganz bewußt dieses Gefühl zu fühlen; zu bemerken, wie mich die Erwartung von Männern früher in die Konditionierung zwangen.
Wie sich der Schalter umlegte; ich dissoziierte und zur Erfüllerin wurde; zu jenem wurde, auf das man mich trainiert hatte.

Eben ist er zur Arbeit gefahren und ich stand zu meiner 2. Zigarette am Fenster.

Meine Augen sind noch halb zu und ich vertippe mich ständig. Weiterlesen

Frau-sein, Feminismus und Kampf

Als ich nun aus meinem Kurzurlaub zurück war, hatte ich selbstverständlich auf meinem Facebook-Profil nachgesehen, ob und was sich getan hatte.

Schon letzte Woche – oder war es bereits vor 14 Tagen? – hatte ich mich mit einer „Freundin“ auf fb angelegt, weil ich so überhaupt nicht mit ihrer Meinung; ihrem Denken und ihrer Art überein kam und absolut nicht gewillt war, mich von ihr auf ihre Ebene zerren zu lassen.
Am Ende hatte ich sie auf ignore gesetzt und „entfreundet“.

Vor Monaten hatte man mich gebeten, einem Verein beizutreten, der sich für ausgestiegene, bzw. aussteigewillige Huren einsetzt.
Ein Verein, welcher sich politisch sehr engagiert und für ein Prostitutionsverbot kämpft.
Da ich an und für sich in jedem Fall für eine Veränderung der momentanen Gesetze und Umstände bin, kam ich dieser Bitte gerne nach.

Nach meinem Beitritt in diesem Verein hatten mich dann etliche Frauen als „Freundin“ auf facebook geaddet und oftmals versuchte man mich, in irgendwelche „Feministinnen-Gruppierungen“ einzugliedern; zu verlinken; zu Stellungnahmen und „Beifall“ heranzuziehen. Weiterlesen

Patenschaften für Gewaltopfer

Gestern hatte ich darüber schon nachgedacht – aber dann ja keine Zeit zu schreiben gefunden.

Es war mir – wie so oft – einfach spontan in den Kopf gekommen.
Es gibt haufenweise Patenschaften.
Patenschaften für Waisenhäuser;
einzelne Kinder;
hungrige Kinder;
Kinder ohne Schule
ganze Zoos;
einzelne Tiere im Zoo
Tiere in Auffangstationen
Wälder
Wildtiere
Tiere vorm Aussterben
Schulen
Wasserstellen
Straßen
was weiß ich noch was alles…..

In jedem Fall gibt es tausende von Möglichkeiten, wo Menschen mit Geld und schlechtem Gewissen ihr Geld hin überweisen können.
Menschen, welche vielleicht denken, wenn sie schon keine Zeit, Lust und Nerv haben sich zu kümmern, dann bezahlen sie wenigstens. Weiterlesen

Ist es wahrscheinlich

dass man nur dann „gerne raucht“, solange man unbewußt raucht?

Seit gestern erlebe ich sehr oft, dass ich meine Zigarette eher skeptisch in den Fingern halte.
Dass ich viel seltener daran ziehe – und mit jedem Zug bewußt den bitteren, heißen Rauch schmecke.
Wie er mir in den Hals hinunter geht und mich zum Husten bringt.
Wie er sich auf meine Zunge legt und sie pelzig macht.
Wie es in meinem Hals kleben bleibt.
Und wie zögernd ich die Zigarette überhaupt an den Mund führe.

Ich hätte mich noch niemals so erlebt.
Bisher war der Griff nach der Zigarette automatisch; rituell irgendwie.
Es war schon immer so – nach dem Aufstehen ist das Erste, die Kaffeemaschine anzuschalten; das Zweite die Zigarette.
Mit jeder neuen Tasse Kaffee gab es auch immer eine Zigarette.
Wenn ich ins Auto einsteige – und auch, wenn ich aussteige.
An bestimmten Stellen regelmäßig gefahrener Straßen.
Bevor ich mich überwinde, ein Telefonat zu führen; manchmal auch währenddessen – in jedem Fall aber danach.

Vor dem WC – und nach dem WC.
Vor dem Duschen; nach dem Eincremen – und wenn ich fertig bin im Bad.


Ich habe noch nie darauf geachtet, wie oft ich an der Zigarette ziehe, bis ich sie aus mache. Immer dann, wenn sie „halb“ ist.
Vorhin waren es 4 oder 5x dran ziehen.
Widerwillig; bitter; skeptisch.

Will man bewußt rauchen?