So krass

Der Mann ist inzwischen aufgestanden.
Saß hier still und hatte gewartet, bis fertig geschrieben war.
Fragte, was los wäre.

Und ich sagte ihm, wie sehr mich dieser Kalender von gestern erschütterte.

Er sagte, dass es wohl auch daran liegt, dass ich es nun FÜHLEN kann.
Dass ich früher immer nur WUSSTE.
DACHTE.
Aber eben nie FÜHLTE.

Ich sagte ihm, dass ich nicht weiß, ob ich mich vor mir selbst ekle.
Mich selbst abscheulich, widerwärtig und gräßlich finde.
Finden SOLL.

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Atemlos

Guten Morgen, ihr Lieben 🙂

Eben staunte ich nicht schlecht.
Ich blätterte den feed durch und fand gleich 2 Beiträge von Euch, die mich irgendwie – so oder so – betreffen.

Die Melinas schrieben über die Wut.
Und die direkte Bezugnahme auf mein Schreiben derletzt von der Killerwut sprechen mich wohl direkt an.

Sicher – im Moment fühle ich sehr viel Wut.
Und die Geschichte von den Wölfen kenne ich seit Jahren. Weiterlesen

Lust?! (Achtung – ein Sexthema)

Hataibu hatte es in einem Kommentar unter „So viel“ geschrieben.
Ich hätte doch garnie wirklich meine eigene Sexualität bilden können….

Es ging mir eben auf dem Balkon wieder durch den Kopf; hat mich erschreckt; ist irgendwie so….. hm…. so viel nicht-ich.
Und es macht mich traurig, mich zu erinnern; fassungslos. Es ist bald 26 Jahre her, dass es derart extrem und ungebremst war.
Es hatte sich mit den Jahren abgeschwächt und verändert – und doch erinnere ich mich, wie ich war….

Es ist mir peinlich und es ist weder einfach zu fühlen, noch – vermutlich – zu lesen.

Es ist ein fürchterliches Sein, wenn man Liebe nicht von Sex zu unterscheiden weiß.
Wenn man Dinge fühlt, die man nicht zu benennen weiß – somit auch nicht zu wünschen; zu suchen…. nicht wie und nicht wo.

Ich hatte früher sehr oft von Männern gehört, wie wundervoll es sei, endlich eine derart lustvolle und hemmungslose Frau zu erleben; zu kennen.
Und fühlen zu dürfen, dass Frauen auch anders sein können. Weiterlesen

Ist es wahrscheinlich

dass man nur dann „gerne raucht“, solange man unbewußt raucht?

Seit gestern erlebe ich sehr oft, dass ich meine Zigarette eher skeptisch in den Fingern halte.
Dass ich viel seltener daran ziehe – und mit jedem Zug bewußt den bitteren, heißen Rauch schmecke.
Wie er mir in den Hals hinunter geht und mich zum Husten bringt.
Wie er sich auf meine Zunge legt und sie pelzig macht.
Wie es in meinem Hals kleben bleibt.
Und wie zögernd ich die Zigarette überhaupt an den Mund führe.

Ich hätte mich noch niemals so erlebt.
Bisher war der Griff nach der Zigarette automatisch; rituell irgendwie.
Es war schon immer so – nach dem Aufstehen ist das Erste, die Kaffeemaschine anzuschalten; das Zweite die Zigarette.
Mit jeder neuen Tasse Kaffee gab es auch immer eine Zigarette.
Wenn ich ins Auto einsteige – und auch, wenn ich aussteige.
An bestimmten Stellen regelmäßig gefahrener Straßen.
Bevor ich mich überwinde, ein Telefonat zu führen; manchmal auch währenddessen – in jedem Fall aber danach.

Vor dem WC – und nach dem WC.
Vor dem Duschen; nach dem Eincremen – und wenn ich fertig bin im Bad.


Ich habe noch nie darauf geachtet, wie oft ich an der Zigarette ziehe, bis ich sie aus mache. Immer dann, wenn sie „halb“ ist.
Vorhin waren es 4 oder 5x dran ziehen.
Widerwillig; bitter; skeptisch.

Will man bewußt rauchen?

Einkehr

Es ist wirklich eine spannende Zeit.

Lustig daran auch irgendwie, dass es meinem Mann scheinbar nicht viel anders geht – und anderen ebenso….

An und für sich hatten wir bereits am Montag darüber gesprochen, ob und wann wir uns die Woche über vielleicht verabreden wollen, um zärtlich miteinander zu sein.
Gerade nach diesem überaus berührungsintensiven Wochenende schien uns das erfreulich.
Wir hatten darüber gesprochen, dass dies eins der wahrhaft schönen Dinge früher gewesen war. Als er noch mein Gast war – und wir insgeheim längst ineinander verliebt waren – führte dieses Zeremoniell der Vorbereitungen uns in die Fähigkeit, uns aufeinander einzulassen.

Es ist schön, sich zu Zärtlichkeiten zu verabreden.
Die Phantasie malt im Vorfeld die gemeinsame Zeit in schönsten Farben.
Sie stimmuliert schon mal aus der Erwartung heraus. Weiterlesen

Was ist da bloß wieder in der Luft?!

Irgendwie ist das für uns fast ein Synonym geworden….
Eine hypothetische Frage zwischen meinem Mann und mir, wenn wieder irgendwie der Wurm drin ist.

Da gibt es solche Tage… – man könnte meinen, wir sind wie Hund und Katz.
Alle „Fehler“ sind plötzlich riesengroß; überwältigend; unerträglich und den Atem nehmend…..
Es herrscht eine Art von unerträglicher Traurigkeit in unserer Wohnung.
Man kann sie hier herum wabbern spüren, wie feuchten Nebel auf Bergspitzen – nur leider nicht so frisch, gut riechend und belebend, sondern vielmehr das Gegenteil. Weiterlesen

Frühjahrsmüdigkeit? Und Essen….

Seid Ihr auch so unsagbar müde zur Zeit?

Ich weiß auch nicht… – ich kann mich nur wahnsinnig schwer aufraffen, „irgendwas“ zu tun….
Gestern saß ich wieder fast den ganzen Tag vor ebay. Eigentlich hab ich ja garkein Geld. Aber es ist irrsinnig, wenn man damit anfängt, sich durch über 50Tausend Artikel irgendeines Suchworts zu gucken…..
Was man alles findet!!! Da gibts Dinge, die kanns garnicht geben….

Ich hab gestern auch mein erstes Kleidungsstück von Desigual ersteigert.
Auch wenn ich vermute, dass es mir noch etwas zu eng sein wird, freue ich mich darauf. Ein ganz buntes Shirt mit weiten Ärmeln – das wird gut zu meiner weißen Hose passen. Vorrausgesetzt, dass mir dann die Hose noch paßt. Weiterlesen

Alkohol – und andere Süchte

Tja… – irgendwie fällt mir das Schreiben die Tage wohl schwerer als sonst.

Alkohol…
– meine Therapeutin brachte mich drauf.
Was ich denn so alles einnehmen oder konsumieren würde…

Ich hatte großes Glück – oder vielleicht auch einen verdammt sturen Schädel.
Ich kann heute behaupten, dass ich außer dem Rauchen „normaler Zigaretten“ nichts tue, das mich irgendwie von meinem Leben betäubt oder ablenkt.
Ich bin suchtfrei – und das ist ein Wort, mit dem ich irgendwie sehr zwiespältig bin. Weiterlesen