Hab ich schon erzählt…

dass der Mann bald wieder anfangen will, zu arbeiten?
Erstmal nur ganz kurz.
Und dann immer länger.

dass immer mehr Kleine hier auftauchen?
Der Mann ist total durcheinander.
Gestern wollt er wissen, wie denn wohl die Kleine heißt, die gestern so rum-gereimt hatte?
Aber das wußte hier keiner.
Kleine haben irgendwie keinen Namen.
Zumindest bisher.
Außer Paulchen.

Vielleicht liegt das daran, dass sowieso nie irgendwer uns mit Namen ansprach?
Und wir irgendwie sowieso immer nur NIEMAND waren?
Oder KEINER?

Weiterlesen

Was für ein Aufstehen….

Guten Morgen, ihr Lieben 🙂

Da bin ich gerade mal eine halbe Stunde wach
und schon jetzt
von meinem eigenen Denken fast erschöpft.
Und auch ein bißchen genervt.
Und auch ziemlich irritiert.

Schon im erstem Moment, wo ich hier saß – besser „auf dem Balkon“
hat es in mir gedacht
dass es doch so grausam anstrengend ist.

Man geht ins Bett mit Schmerzen im Körper und der Seele
und man steht auf, mit Schmerzen im Körper und der Seele
Es könnte doch schön sein, wenn das mal anders würde.

Von oben hat es ein bißchen liebevoll gekichert.
Und er sagte schuterzuckend: „Das ist das Leben“.

Und:
„Du weißt es doch inzwischen – es wird Winter.
Du kannst dich verweigern und ewig dagegen zerren
oder dich einfach hingeben.

Die meisten Menschen ziehen es vor, zu jammern.
Über die Depressionen, die Resignation, das Schwere, Anstrengende und Schlimme und ihr Leiden.
Sie versuchen es mit Tabletten oder anderen Tricks.
Damit sie trotzdem noch „voll leistungsfähig“, „belastbar“ und „powerfull“ sind.
Und sie quälen, zerstören und hindern sich selbst.
Weil sie denken, das müsse so sein.

In Wahrheit ist es aber einfach nur NATUR.
Sieh dich um.
Alles stirbt oder zieht sich zurück.
Es zerfällt und vergeht.
Das LEBEN.

Warum sollte es bei Menschen anders sein?

Und Du weißt inzwischen, dass ab Januar das Leben neu beginnt.
Und wenn Du dich einläßt und hingibst in dein Sterben
wirst Du neu geboren werden – wieder ein Stückchen heiler.
Also sei gelassen….“

Tja… unsere Leistungsgesellschaft.
Und das Wichtigste, das man leisten könnte
das eigene Reifen und Heilen
das eigene Sterben und wieder Auferstehen
das wird nur sehr selten geleistet – in dieser Leistungsgesellschaft.

Aber es ist trotzdem schwer.
Es ist auch schmerzhaft.
Und nicht wirklich schön.
Sich hingeben und vertrauen…..
– wenn ich das schon nicht bei Menschen kann… dann vielleicht zumindest dem Leben und Gott.

Jedes Jahr auf´s Neue.

Ich hatte eine Mail bekommen.
Von dem Mann, mit dem ich zur Zeit öfter mal schreibe.
Und er zitierte einen Satz von mir, wo ich mich in keinster Weise erinnern kann, ihn geschrieben zu haben.

Und immer wieder fällt mir auf, dass ich doch zum Teil Dinge völlig weg-disse.
Einfach vergesse. Oder erst garnicht mitkriege.
So, wie oft auch mein Mann sagt, dass wir Filme bereits geguckt haben – und ich weiß nichts davon.
Oder Pläne für den Tag besprochen; Einkaufslisten – und ich weiß es nicht.
Immer und immer wieder.

Auch fällt mir auf, dass ich Texte ohne Abstände – also gerade runter geschriebene, lange Wortketten nicht lesen kann.

Es gibt Blogs, die lese ich nur deshalb nicht, weil die Schreibenden keine Abstände dazwischen machen.
Ich schreibe also nicht, wie ich schreibe, für andere
sondern für mich selbst.

Je enger ein Text aufeinander sitzt, desto weniger kann ich ihn begreifen.
Die Worte verschwimmen irgendwie in den Zeilen zu einem einzigen Brei.
Und ich müßte ein Blatt Papier darunter mit schieben, um Zeilen zu erkennen.
Aber dann müsste ich auf die selbe Art auch nochmal zurück suchen und wieder gucken – wenn ich mich auf etwas beziehen möchte, das ich zwar noch AHNE, aber längst nicht mehr WEISS.
Und das ist zu anstrengend und mühsam.
Das krieg ich nicht hin – schon garnicht am PC.
Also lasse ich es.

Gestern hatte meine Tochter den ersten Tag an einer schon wieder neuen Arbeitsstelle.
Nachdem sie doch sehr viele Jahre eine Stelle hatte, die ihr längst nicht mehr paßte
hatte sie nun in der letzten Zeit recht zügig 3 Jobs hintereinander weg versucht.

Wir hatten kürzlich ein paar Mails gewechselt.
Auf meine letzte Mail und die Fragen darin hatte ich keine Antwort mehr bekommen – wie so oft.
Irgendwann scheint sie immer keine Lust mehr zu haben und beendet unseren Austausch einfach.
Fertig.

Davon abgesehen, dass sie ohnehin kaum meine Fragen beantwortet.
Aber wehe, ICH schreibe nicht sofort zurück…
Es dauert nur wenige Stunden, dann fragt sie nach.
Nahezu empört.

Gestern nun hatte ich mich tatsächlich ERINNERT.
Dass der neue Job beginnt.
Und etwas in mir wollte ihr gerne zeigen, dass es an sie denkt.
Dass es sie lieb hat
Dass sie ihm wichtig ist, wertvoll und bedeutsam.
Dass es interessiert ist an ihr und ihrem Leben.
Dass sie WERTVOLL ist.

Dieses Etwas – ich gehe vom Mama-Ich aus –
hat aber irgendwie kaum Worte
es ist total unsicher
total ratlos und ohnmächtig
unerfahren
Weiß überhaupt keine Worte, um all diese Gefühle in eine Mail zu formulieren.
Und hat unsagbare Angst.
Vor Enttäuschung, Schmerz, Verletzung
Vor dem Abgewiesenwerden und Ungeliebtsein.


So wurde es lediglich eine 3-Zeilen-Mail.

Die Frage, wie der erste Arbeitstag war? Dass *sie* an sie denkt und sie lieb hat und hofft, der Arbeitsplatz ist besser, als jene zuvor.

Einige Stunden später kam dann eine etwa 2-zeilige Antwort zurück.
Ja, war gut.
Mit freundlichen Grüßen *Vor- und Zuname*

Klar – sie hatte mal erklärt, das sei ihre Standard-Signatur.
Und doch ist es jedes Mal verletzend.
Es ist unvorstellbar, der Tochter eine Mail zu schreiben wo unten dann *MEIN* Name und „freundliche Grüße“ steht.
Als sei es zuviel der Mühe, irgendwas zu schreiben wie „Deine *Vorname*“

Irgendwie nicht Wert.
Zu viel verlangt.

Bei der 2. Zigarette auf dem Balkon dachte es in mir so
Dass man nichts tun soll im Leben, das etwas vom anderen ERWARTET.

Man soll alles, was man tut nur dann tun, wenn man es gerne tut.
Erwartungsfrei.
Ohne dafür etwas zu wollen oder zu brauchen.

Weil sobald man etwas braucht, ist da etwas zu heilen.
Im Brauchen erkennt man seinen Weg.

Andererseits…. wie oft in der Therapie geht es darum, dass auch ICH Dinge brauchen dürfen darf?
Dass auch ICH es Wert bin, etwas zu BEKOMMEN?
Dass auch ICH sagen darf, wenn ich etwas will – oder NICHT will

Geht es darum, all das Trauma zu heilen und mir einen WERT zu geben.

Das widerspricht sich doch, oder?

Darf ich nun von meiner Tochter etwas erwarten? – oder nicht?

Oder geht es nur einfach darum, sich dessen BEWUßT zu sein?

Weil klar…. all die Dinge, die ich mir von ihr wünsche, haben mit Schmerz zu tun.
Mit Leid.
Mit Seelenlöchern und Trauer.

Und ich wünschte, sie könnte mich lieben, wie ich BIN.
Wir könnten gemeinsam und aneinander heilen.

Aber….
liebe denn *ICH* sie, wie SIE ist?

Kann ich wohl von ihr etwas erwarten, das ich selbst (noch?) garnicht kann?

Vorhin hatte ich überlegt, ob sie mich wohl deshalb nur in Begleitung ihrer 2 „Herren“ trifft – ihres besten Freundes und ihres FREUNDES – weil sie vielleicht ANGST vor mir hat?
Vielleicht braucht sie Verstärkung oder Menschen, die ihr helfen zu verstehen, was ich rede?

Vielleicht braucht sie auch Bestätigung oder irgendwelche „Beiwohner“, wenn sie immer wieder stichelt; mich provoziert oder mir weh tut.
Wenn sie mich vorführt und lächerlich macht.

Weil ja, das tut sie.
Zwar höchstwahrscheinlich unbewußt – aber ich fühle ihre Wut.
Ich fühle auch so ein Gefühl aus ihr, das sich zu schützen versucht.
So ein „Angriff ist die beste Verteidigung“
und ein „wenn ich das zuerst tue, bin nicht ich diejenige, die leiden muß“.
Irgendsoein Gefühl ist da.

Weshalb sonst sollte sie mitten in einem Biergarten im Beisein ihrer 2 Jungs auf das Thema Schamhaare kommen?
Und mich lächerlich machen, demütigen und erniedrigen damit?
Weil SIE rasiert sich überall. Haare sind unsauber, eklig und widerlich.
Und alle gucken mich komisch grinsend an.

Gerade so, als würden meine Haare sie auch nur irgendwas angehen.

Aber auch mein Mann kam erst auf der Heimfahrt drauf, damals.
Er hätte sich zurück gehalten, weil ICH nichts gesagt hatte.
Aber er hätte es als massive Grenzüberschreitung empfunden und gehofft, ich würde einen Punkt setzen.
Der kam aber nicht.

Ich selbst hatte lediglich wieder „ein komisches Gefühl“.
Aber ich hätte nicht gewußt, was es sagen will.
Ich hatte es nicht verstanden und begriffen – dass sie meine Grenzen attackiert.
Es war nur irgendwie ungut in mir.
Und die Hilfe meines Mannes, das Gefühl zu identifizieren, wäre gewiß gut gewesen.

Nun… jedenfalls….. wo wollte ich nun eigentlich wieder hin?????
*nochmal lesen, was ich geschrieben hab*

Nein, ich hab doch nicht nochmal gelesen – ich war rauchen.

Ich hab so gedacht, dass ich nicht kapiere, was da weshalb immer so schief läuft.

Ich schreibe ihr, um ihr eigentlich zu transportieren, dass ich sie lieb habe.
Um ihr etwas GUTES zu geben.
– das kommt aber aus unerfindlichen Gründen so gut wie nie bei ihr an.

Vielleicht ist hierbei oft das Problem, dass ich ihr zwar die Hand reiche
zeitgleich aber hoffe und wünsche, dass sie mir dafür dann IHRE reicht.

Dass auch ICH ein Bedürfnis habe.

Und immer, wenn ich ihr meine offene Hand hin strecke, erkennt sie darin nichts Gutes
sondern sieht lediglich, dass ich schwach und verletzbar bin

und schlägt dann irgendwie zu.
Tut mir weh und nutzt die Schwäche aus.

Auch, wenn ich vermute, dass in Wahrheit sie selbst ebenfalls schwach ist.
Und lieber so TUT, als sei sie wehrhaft und stark.
Und lieber demonstrieren will, dass sie ein Kämpfer ist und bewaffnet.
Schon mal auch im Vorraus und ohne Anlaß.
Einfach nur, damit ich das schonmal weiß.
Weil man ja nie weiß, wann ich meine Waffen raus hole und ihr wieder mal zeige, wie FALSCH sie ist.

Lieber tut SIE mir weh,
als dass sie drauf wartet, dass ICH das tue.

Wie soll man das je lösen können?
Weil es egal ist, ob ich die Faust oder die flache Hand hin halte.
Außer Wut und gemeine Spitzen kommt von ihr nichts.
Immer nur so kalte Dinge; wie bei Teflon.
Alles Gute läuft einfach an ihr ab.
Sie merkt es nicht.

Aber vielleicht liegt das an meiner eigenen Bedürftigkeit?
Daran, dass auch ich so sehr auf ihre Liebe hoffe?
Auf ihr Entgegenkommen?
Fühlt sie sich vielleicht hiervon angegriffen?
Auch, wenn sie vielleicht garnicht wirklich sagen könnte, WAS sie da fühlt?

Ist es bedrohlich für sie, wenn ich ihr nahe komme?
Und sie zieht alleine deshalb schon bewaffnet in den Krieg?

Bin ich vielleicht SELBST oft so?
Ist es DAS, was ich erkennen soll?

Anstrengende Themen.
Sie nehmen kein Ende.

Eben steht der Mann auf.
Heute sollte ich mal wieder einkaufen.
Apotheke steht auch an und den 2. Topper vom Wasserbett aus der Reinigung holen.
Ansonsten ist Ruhe.

Körperlich geht es mir heute nach dem Sport erstaunlich gut.
Diese Art von Schmerzen, die ich sonst nach dem Sport hatte, habe ich dieses Mal nicht.
Es war gut gewesen, hin zu gehen.

Und auch sie hatte gesagt, dass es eine große Leistung sei, trotzdem zu kommen.
Wie oft in den Jahren davor, wäre es mir nichtmal möglich gewesen, zu kommen wenn es mir GUT geht.
Und nun komme ich sogar zum Sport – in ein Studio – wenn es mir NICHT gut geht.
Das sei doch immens.

Und ja, da hat sie wohl Recht.
Anerkennung für mich selbst.

Ich wünsche Euch einen guten und starken Tag.
Wie es aussieht, scheint heute sogar mal wieder die Sonne.
Alles Liebe Euch und viel Kraft ❤


Gebloggt am 05.11.2018

Wie eine Geburt – nur andersrum

Ich hab´s getan

Schade eigentlich

Erstaunlich ist

ja, dass mir immer und immer wieder das Selbe begegnet.

Ich hatte gerade im Reader gesucht, ob ich etwas über Dahlke auch in anderen Blogs finde.
Vermutlich tun es andere vielleicht ähnlich, wie auch ich.
Dahlke wird in den Suchworten nicht erwähnt; ich nenne ihn nur in meinen Texten.

Es ist kaum etwas zu finden.

Trotzdem:

Immer wieder fallen bei Nennung von Dahlke auch die Namen von C. G. Jung

und

Weiterlesen

Habt ihr das auch manchmal?

… dass es juckt und juckt und juckt, am (ganzen) Körper?
Aber es ist nicht die Haut, die juckt, sondern Gewebe viel tiefer?
Dort, wo das Kratzen ohnehin nicht hilft?
Und bloß die Haut verletzt?
Aber niemals das Jucken aufhört?

So, als würden kleine Maden unter der Haut krabbeln, kriechen und fressen – aber da ist garnix?

Guten Morgen, ihr Lieben 🙂
Ich weiß, das ist ein grausiger Einstieg.
Es tut mir Leid.

Weiterlesen

Laute Welt

Guten Morgen, ihr Lieben 🙂

Geht es euch auch so?
Ich werde verrückt mit all den Geräuschen und dem Lärm, den ich nicht beeinflussen und schon garnicht abstellen kann.

Heute Früh ist es extrem.
2 Wohnungen über uns wird noch immer gesägt und gehämmert.
Draußen am Haus gegenüber schneidet irgendwer die Hecke.
Er tut dies mit einer Motorsäge, die ganz offensichtlich defekt ist – und dazu den falschen Sprit hat.
Sie rasselt, scheppert und stinkt unerträglich.
Wenn ich auf meinem Balkon rauche – der wohlgemerkt HINTER dem Haus ist – stinkt diese Säge über die Straße am Haus vorbei bis dorthin. Weiterlesen

Die Kleine erzählt

Manno – das ist garnicht so einfach, diesen ganzen Erwachsenenkram zu verstehen.
Man darf nicht einfach böse sein, sauer oder unhöflich.
Man soll vorher überlegen, nachdenken und gut in sich reinhören.
Man soll die Worte wählen und versuchen, den anderen bloß nicht zu verletzen
Man soll andere aussprechen lassen – weil man ja auch will, dass der andere zuhört

So viele Sollens
Und so wenig Dürfens und einfach Machens

Und irgendwie bin ich noch immer traurig. Weiterlesen

Duschen befreit den Geist

Ich bin fast noch naß – und doch zieht es mich hierher an den Blog, damit ich schreibe.
Endlich sauber… – schlimm, wenn man sich selbst kaum noch riechen kann….

Ich hab dann auch gleich die Dusche geputzt.
Vorher.
Wenn man angezogen versucht, eine enge Dusche zu putzen, wird man ohnehin naß.
Also besser gleich nackig putzen, dann kann man sich auch das Giftspray, das vom Bücken am Hintern hängt, wieder abspülen. Weiterlesen

System Schule

Ich weiß nicht mehr, wie ich an den Blog vom Marienkäfer kam – aber er ist irgendwie in meine Favoriten des Browsers gelangt.
Es ist noch früh am Morgen und ich wollte meinen Mann nicht durch das Schreiben eines Textes wecken – so las ich.

Und ich stieß auf diesen Beitrag, der mich sehr traurig macht; nachdenklich und erstaunt.
Weil er so wahr ist.
So deutlich und nachvollziehbar.
Und so real.

Ja – warum können wir nicht einfach sein, wie wir sind?!
Und wann fängt es eigentlich an, dass wir glauben, wir müßten sein, wie andere es wollen?

Quelle: System Schule

Später

Zwischen meinem Text von heute Früh und jetzt liegt einiges an Aktivitäten.
Und ich bin doch sehr froh, dass ich auf der einen Seite zwar verdammt viel Angst vor Vielem habe.
Auf der anderen Seite jedoch nach wie vor lebensfähig bin; kommunikationsfähig und vielleicht auch mutig.

Ich sehe, dass viele meiner Befindlichkeiten hier mit dem Haus zu tun haben; mit der Gegend.
Obwohl doch so viele Leute der Meinung sind, hier sei gut Wohnen.
30-ger-Zone Anwohner.
Wald und Felder.
Eher 1-Familien-Häuser oder 2 – 4 Parteien.
– abgesehen mal von unserem. Weiterlesen