Warum (bin ich) Opfer und nicht Täter

Ich schließe mich hier mit diesem Thema mal an.
Auch ich hatte mir darüber schon oft Gedanken gemacht oder in mich hinein gefühlt.
Warum bin ich, wie ich bin?
Warum so – und nicht anders?

Weil genau genommen, hätte ich gewiß eine Wahl.
Genau und ehrlich genommen,
bin ich davon überzeugt, ich würde einen ganz passablen Täter abgeben.

Kenntnisse in Gewalt, Manipulation, Demütigung, Folter, Verursachung existenzieller Not und Ohnmacht, körperlicher Schmerzen und anderen Vorraussetzungen zur Täterschaft habe ich sicherlich genug.

Und als Frau hat man gute Chancen, völlig unerkannt und straflos über Jahrzehnte hinweg BÖSE sein zu können.
In Deutschland scheint kaum jemand auf dem Schirm zu haben, dass Frauen meist schlimmer sind, als Männer.
Weil „Mütter muß man ehren und unterstützen. Mütter sind unantastbar“.

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Mach ich was falsch?

Guten Morgen, ihr Lieben 🙂

Es ist schon 9. Der Mann ist wach und inzwischen im Bad.
Inzwischen hat er das Muskelrelaxanz nun schon die 2. Nacht genommen und er sagt gewissermaßen das Selbe, wie ich.

Es ist, als könne man sich hierdurch nicht weniger merken – in der Annahme, dass es ja die Schmerzen mildert.
Sondern vielmehr könne man sich besser merken – eben, weil der Schmerz weniger ist und man somit viel besser an das wirkliche Fühlen kommen kann.

Es fällt dadurch dieser Schmerz-Schleier weg, der bislang immerzu da gewesen war.
Der Körperschmerz, der in jeder Zelle des Körpers tobte und ein genaue(re)s Hinfühlen auf das DARUNTER fast unmöglich macht(e).

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Geheimnisse

Boah…. – ich merk das so richtig.
In mir drin.
So viel Scham.
Traurigkeit, und Angst.
Dieses aufgeregte Beben und Zittern.

Schweig!!!!!
Sei endlich ruhig!!!!
Du darfst sowas nicht schreiben!!!!
Auch nicht sagen!!!!

Du darfst das alles nicht zeigen.
Nicht rauslassen und sichtbar machen.
Das sind alles GEHEIMNISSE!!!!!
Das geht keinen was an!!!!!!
Das gehört nur UNS!!!!!
Nur uns beiden!!!!!!
Nur in unsere Familie.

Man darf darüber nicht reden.
Das darf keiner wissen.
Sonst denken die noch Sonstwas.
Die verstehn das alle nicht!!!!

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Endlich mal gefrühstückt

Um 13 Uhr.

Was für ein Tag wieder heute.
Abgesehen von dieser Hitze…

Mein geplantes Pensum hatte ich heute recht zackig geschafft. Fast leere Straßen und genauso leere Läden.
Gleich früh zwischen 8 und 9.

Dann hatte mir der Mann vom Versorgungsamt heute Früh meine Frage beantwortet, wie dieses Rezept nun auszufüllen sei.
Ich fragte ihn dann noch, für wieviele Termine.

Er schreibt immer nur exakt darauf eine Antwort, was man ihn fragt.
Niemals als Satz, sondern nur die Antwort.
Also:

BGV, kostenfrei.

10

Ich rief dann in der Praxis an, um einen Termin zu machen – ich könnte aber sofort kommen.

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Manchmal geht´s schnell….

Mahlzeit, ihr Lieben 🙂

Es ist schon halb 3.
Hatte heute schon so viel auf dem Zettel stehen, dass keine Zeit zu schreiben war.
Jetzt fehlt eigentlich die Lust.
Es fühlt sich einerseits ein bißchen an, wie gelähmt – auch wie sterbensmüde und erschöpft.
Andererseits vergeß ich ja ständig wieder alles.
Es ist also besser zu schreiben.

Heute Früh haben wir derart tief geschlafen, dass wir den Mann erst hörten, als er seine Schlüssel einpackte und schon gehen wollte.
Kaffeemaschine? Sein Duschen? Rumsitzen und Kaffeetrinken?
Fehlanzeige – wir ham nix mitgekriegt.

Traum auch schon wieder vergessen.

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Fühlen vs. Verstand, bzw. Gott vs. Mensch?

Guten Morgen, ihr Lieben 🙂

Ich bin völlig unsortiert, durcheinander und zerrissen.
Da sind offensichtliche Dinge, die ich nicht sehen mag.
Und Fühlbares, das ich nicht zu deuten weiß – oder nicht will?!
Hoffnung und Sehnsüchte, die nicht enttäuscht sein möchten?!

Ich bin vollkommen unsicher in mir selbst – einerseits.
Und andererseits ist da etwas in mir das sagt „Du weißt es doch längst!!!!! Akzeptiere es einfach!!!!!“

Gestern Abend dann stieß ich auf facebook auf das Posting einer „befreundeten Person“ – und in mir war etwas wie „Übersehe nicht die kleinen Nachrichten Gottes“.
Dieses „Wenn Du genau hinsiehst, in deinem Leben, erkennst Du problemlos deinen Weg“.

Nichts geschieht ohne Grund.
Nur, dass wir Menschen zu oft dazu tendieren, uns die Dinge passend machen zu wollen.
Dass wir dazu neigen, Offensichtliches nicht anzuerkennen oder so lange zu verdrehen oder zu mutieren, bis es uns passend erscheint oder uns lieber ist. Weiterlesen

Verdrehte Welt

Guten Morgen, ihr Lieben 🙂

Eben auf dem Balkon beim Rauchen ging es mir durch den Kopf, in welch eigenartiger Welt wir wohl leben….

Wenn ein Mensch Opfer von Gewalt wird, dann stürzen sich die Leute – die das Opfer meist garnicht kennen – erst einmal auf eine Art „Analyse“ und machen sich Gedanken und zerreißen sich das Maul darüber

* ob sich das Opfer wohl genug gewehrt hat
* ob das Opfer den Täter wohl zur Tat „provoziert“ hat – weil ja dann der Täter überhaupt nichts dafür kann
* ob sich das Opfer vielleicht auch NICHT genug gewehrt hat
* wenn sich das Opfer gewehrt hat und womöglich den Täter verletzt – dann IST es garkein Opfer mehr. Weil ja nun der Täter (verletztes) Opfer ist.
* wenn sich das Opfer nicht genug gewehrt hat – dann ist es doch selbst Schuld. Weiterlesen

Über Anträge und Schmerz – getrennt und zusammen

Letzte Woche schrieb mir mein Rentenberater.
Ich hatte mich noch über den dicken Umschlag gewundert.
Seit fast 2 Jahren mache ich nun rum mit der Rentenkasse.
De facto habe ich keinen Anspruch auf Rente.
Die Rentenkasse hat nicht Unrecht – ich habe in meinem Leben viel zu wenig Beiträge einbezahlt.

Dennoch ist es irgendwie Unrecht.
Denn ich HÄTTE einbezahlt. Ganz sicher.
Ich HÄTTE gern gewollt – wenn ich gekonnt hätte.
Aber ich konnte nicht.
Und ich sage „Die Rentenkasse WUSSTE das. Schon 1996.“
Aber sie hat nichts getan.
Nichts geholfen.
Nichts sehen wollen.
Nichts zahlen wollen.
Einfach so getan, als sei nichts.
Und ich ging zurück in die Prostitution.
Weil nichts anderes existierte.
Nichts anderes übrig blieb.
Ich meine Schulden bezahlen und mein Kind ernähren mußte.
Und mich selbst. Weiterlesen

Empfindlich

Beginnen möchte ich hier als erstes mit einer Art von Entschuldigung.
Ich hoffe, liebe Benita, ich habe dich gestern mit meiner Antwort im Kommentar nicht irgendwie „erwischt“.

Mich hatte es erwischt.
Ich habe bemerkt, wie unsagbar es mich triggert, wenn ein Mensch aus einem fast endlosen Blogbeitrag einen einzigen Satz heraus pickt, und diesen dann aus dem Kontext gerissen für „bedenklich“ hält.

„Bedenklich“….
Das wirkte gestern auf mich wie ein Faustschlag ins Gesicht.
Ich bin für meinen Mann bedenklich.

Heute nun fühlt es sich wohl wieder anders an.
Dennoch bringt es mich zum Nachdenken und in ein Gefühl der Verteidigung.
Wie ein kleines Kind mag ich rufen „Nein, nein, nein – ich bin für meinen Mann weder eine Gefahr, noch bedenklich.“
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Kriegstrauma

Vorhin habe ich es bei Benita (klick) gelesen……

– Zwang, verdorbenes Essen zu essen.
– ältere Generationen, die offenbar noch immer im Krieg lebten
– ein Vater, der „einfach so“ mal locker aus dem Ärmel gezüchtigt hatte….

Und einst hatte ich auch mal einen „wissenschaftlichen Bericht“ dazu gelesen, dass der Krieg von einst noch immer Auswirkungen im Heute habe.
Dass noch immer traumatisierte Kriegs….. hm…. -dabeigewesene (?) ihr Trauma unreflektiert und ungeheilt an nächste Generationen weiter gäben.
Dass es erwiesen sei, dass der Krieg auch heute noch nicht wirklich beendet ist. Weiterlesen