Anonymität eines Blogs

Heute Morgen hatte ich in Nina´s Blog ihren letzten Eintrag gelesen.

Sie schreibt, dass im Moment viel in ihrem Leben passiert – aber kaum etwas davon in den Blog paßt.

Das hat mich zum Nachdenken animiert…..
„In den Blog passen“….

Klar – Nina schreibt nicht anonym.
Sie zeigt ihr Gesicht – und sogar jene, ihrer Familie.
Ich finde diese Familie wundervoll.
Weil sie zeigt, wie viele Wege offen stehen können, wenn man authentisch ist, echt und ehrlich – in jedem Fall innerhalb der Partnerschaft.
Und wenn Liebe ermöglicht, aufeinander zuzugehen und nicht aus egoistischen, zweckgebundenen Gründen nur „das Eigene“ sieht. Weiterlesen

2 Aktionen, die mir gefallen

Die letzten Tage sind mit 2 Artikel/Aktionen über den Weg gelaufen, welche mich nachdenklich gemacht haben; die mich irgendwie betreffen; ansprechen; etwas zum Klingen bringen – und die ich hier somit gerne thematisieren möchte.

Zum einen gefällt mir die Aktion der Stadt Stuttgart sehr gut.
Stuttgart sagt Stop!

Es wird vermutlich immer die Frage bleiben nach dem Ei und der Henne.
Wer ermöglicht was?

Sind die Freier so, weil die Huren so sind?
Oder sind die Huren so, weil die Freier so sind?

Es ist absolut müßig; überflüssig und vollkommene Zeitverschwendung, sich hierüber Gedanken zu machen und eine „Verantwortung“ auf einen konkreten Part schieben zu wollen.
Letztlich spielt es keine Rolle. Weiterlesen

Ein Rufen…… ganz leise….. anhaltend….

Gestern – oder war es vorgestern? – fand eine junge Frau meinen Blog.
Heute habe ich nun den ihren (klick) gelesen.

Es fasziniert mich, wie eine so junge Frau nach „nur“ 6 Jahren in der Prostitution derart reflektiert, fesselnd und nachvollziehbar formulieren kann.
Wie sie die Dinge ausführt und aufzeigt, wie sie die Zusammenhänge wahrnimmt.
Und wie sie schildert, wie sie diese Arbeit erlebt hat – in einem Arbeitsrahmen, den ich persönlich so in meinen Jahren nie gewählt hatte.

Auch den von ihr geschilderten Zusammenhalt unter den Frauen kenne ich zwar aus den beginnenden 90ger Jahren – aber nicht mehr nach 2000.

Offensichtlich engagiert sie sich politisch.
Oder zumindest gesellschaftlich. Weiterlesen

Freunde finden…

Das ist so ein Thema, das mich schon seit Jahren beschäftigt.
Wo findet man Freunde? Und wie?

Freunde hatte ich im meinem Leben selten.
„Echte“ Freunde schon garnicht.

In der Schule war ich immer der Arsch; man mochte mich nicht. Da steckte ich mitten im Mißbrauch und war „komisch“. Weiterlesen

Illusion

Das Schlimme an dem Denken jener Frauen, von welchen ich vorhin erzählt hatte – und auch an meinem eigenen Denken (ich hatte es ja eigentlich genauso gemacht) ist, dass nichts daran wirklich wahr ist.

Vielleicht IST es wahr – in diesem Augenblick.
Für den Moment.
Für die Situation.
Aber nicht länger. Niemals.

Du bist mit einem Mann in einem tollen Hotel oder bei einem schönen Essen in warmherziger, freundlicher oder vielleicht auch gelöster und erotischer Atmosphäre und er gibt dir Geld. Mehr Geld, als Du in irgendeinem Angestelltenjob in der Stunde je verdienen kannst. Weiterlesen

Ein Jahresrückblick – auf 6 Jahre

Vorhin hab ich wieder gedacht, ich schreibe hier im Moment viel zu wenig.
Dass mein Mann Zuhause ist, ändert vieles zur Zeit. Sein Urlaub ist wunderschön – und dennoch „stört“ er damit viele meiner Normalitäten.

Normal ist es, morgens gegen 5h aufzustehen und am PC Spiele zu spielen, bis er im Bad fertig ist, angezogen und an der Wohnungstüre steht.
Uns liebevoll und zärtlich voneinander zu verabschieden, uns gute Dinge für den Tag zu wünschen und ihm im Treppenhaus nachzusehen, bis er um die Kurve der Treppen ist.
Und dann hier in Blogs anderer zu lesen und selbst etwas zu schreiben – um dann irgendwann gegen 10 oder 11h auch mal zu frühstücken. Weiterlesen

Es ist so anstrengend

Im Moment habe ich das Gefühl, mir geht die Kraft aus.
Irgendwie habe ich mir eine leichte Erkältung eingefangen. Meine gesamte Schleimhaut in Mund, Hals, Nase – bis in die Ohren hinein, brennt und tut weh…
Alles schleimt irgendwie vor sich hin und ist gereizt.

Gereizt wie ich selbst.
Traurig, erschöpft, wütend, bitter, hoffnungsschwach, müde…. resigniert. Weiterlesen

Sozialpädagogen

Gestern war er – mein 2. Termin bei dem anderen Hilfeverein für Opfer sexueller Gewalt.

Letzte Woche hatten wir vereinbart, dass wir dieses Mal meinen Ordner mit all meinen Unterlagen gemeinsam durchsehen
dass sie kopiert, was sie wichtig empfindet
dass wir faktisch überlegen, wie es weiter geht mit meinen Anträgen
und das Notwendige planen und einleiten.
– klang gut.

Tatsächlich saßen wir da und haben den Termin der ersten Woche noch einmal resümmiert.
Erst spät sah sie kurz in meinen Ordner – wollte dann doch lieber nichts lesen, da sie der Meinung ist, so viel müsse sie garnicht wissen – und kopierte sich von der Rentenkasse 2 Blatt.
Die Ablehnung meiner Rente und meinen Widerspruch. Weiterlesen

Haare

Bis vor 2 Jahren hatten mich Haare kein bißchen interessiert.
Niemals hätte ich gedacht, dass Haare einen derart großen Einfluß haben könnten auf mein Fühlen.
Auf mein Wohlbefinden; meine Selbstsicherheit; meine weibliche Identität.
Sie waren halt da – fertig.

Ich habe sehr unkomplizierte, strapazierfähige und „dankbare“ Haare.
Sie wachsen wie Unkraut, haben leichte Wellen und bedürfen anundfürsich nichts.

Ich trug sie fast immer, von Kindheit an, lang. Mehr oder weniger. Weiterlesen