Bist Du Frau oder Mutter?

Was ein Tag….
Eigentlich hätte der fast gut sein können.

Was bitte reitet einen Dienstleister, der mich schon 3 Jahre kennt und der noch NIE solches Zeug gefragt hat (obwohl es für seinen Job vielleicht sogar wichtig gewesen wäre)
mich tatsächlich zu fragen,

OB ICH DIE MUTTER MEINES MANNES BIN?????

Hä?
Seh ich heute so dermaßen beschissen aus?
So viel älter, als bisher?
Sonst, wenn er schon kam?

Ich find den eigentlich sehr nett.
Er kriegt auch manchmal Trinkgeld.
Aber heute?!
Was ist bloß kaputt heute?

Dann hat eben mein Mann nicht genug gekriegt mit Knutschis.
Knutschi hier; Knutschi da und dort und …. NOCH EINS!!!!
Und wusch… flog sein volles Glas über den Sessel-Tisch und überall war Wasser.
Fernbedienungen, Lampe, Zeitung…

Dabei ist mir garnicht nach Knutschis.
Nicht eben.
Ich hab grade erst gekocht, gegessen und aufgeräumt.
Eben erst gesagt, dass es mir überhaupt nicht nach „sexy“ ist.
Weil ich seit Tagen viel zu durcheinander bin.
Zu traurig.
Zu nachdenklich.
Zu aufgerührt innen.
Zu verwirrt, chaotisch, schmerzvoll, …. ALLES.
Auf einmal.

Und statt dass er Verständnis hat, sagt er „Das Wochenende ist ja lang dieses Mal“.
Und knutschiet an mir rum.

Und klar… wer hats weg geputzt?!

„Mutter“….
Boah, das geht mir nach.
Ich hab dem dann auch gesagt, dass der Mann zwar 11 Jahre jünger sei – aber zur Mutter reichts deshalb noch lange nicht.
Ob der sich traut, nochmal zu klingeln?
Muß er ja aber… ist sein Job.

Bei der Thera heute früh war nett.
Aber auch sie meinte irgendwann, sie müsse „Struktur“ in mein Chaos bringen.
Als gäbe es sowas… wenn man irgendwie das ganze Leben aufrollt und fühlt.
Wenn alles durcheinander ist und irgendwas geht, während Neues kommen will.

Das ist wie in diesen Drehtüren in Hotels.
Wie soll man bei einer vollgestopften Türe noch begreifen, wer raus oder rein will – oder einfach nur im Kreis laufen mag?
Vielleicht braucht es einfach Zeit.
Will als das gefühlt sein, was es IST.

Durcheinander.

Und irgendwann sortiert es sich eh.
Rein, raus oder noch da; immer wieder.

Ich glaub, sie hatte bissi Muffe gekriegt, weil ichs vom Sterben hatte.
Dass ich jetzt ja nur noch 7 Tage hätte, sollte ich meinen, ich müßte noch mit 49 abtreten.

Aber ich hab bislang noch immer für das Leben entschieden.
Ist jetzt halt vielleicht irgendwie nochmal anders.
Weils nicht so ein „normaler Geburtstag“ ist, sondern halt die 7×7 abschließt.

Sie meinte, dass es vielleicht nicht gut sei, das Leben in Zahlenblöcke zu unterteilen.
Aber was soll ich denn tun?
Das war mein Denken mit 7.
Das war das, was mit 7 für mich wichtig gewesen war.
Das ist irgendwie was ganz Besonderes.
Peter Maffay, die 7 Brücken, der Tod und das Licht.
Das hat mich mein Leben bis jetzt begleitet.
IMMER.

Und jetzt?
Kommt die 50.
Und es ist vorbei.
Einfach WEG.

Was kommt jetzt?
Ich habe keinen Plan, keine Idee und keine Gedanken, was kommt nach 49.
Dafür habe ich mir als Kind kein „Rezept“ ausgedacht.

Es kommt etwas völlig Neues.
Unvorbereitetes.
Ungedachtes.

Das muß ja nicht schlecht sein.
Aber es ist neu, fremd und aufregend.
Es braucht Mut.
Es tut irgendwas mit mir.
Innendrin.

Ich mein, sie hat dann aufgehört, System reinbringen zu wollen.
Es ist MEIN Chaos.
MEIN Abschied.
Vielleicht geht es einfach ums SEIN.

Mittags hingen wir hier so rum.
Wir ham „Das Schweigen der Lämmer“ geguckt.
Gestern schon „Der rote Drache“.
Nachher dann vielleicht noch „Hannibal“.

„Hannibal rising“ kam schon vor ewig letztes Jahr, glaub.
Das ist der allererste Teil eigentlich; seine Kindheit.
Wir ham nun ewig gewartet auf roter Drache – weil es blöde ist, Teil 1, 3 und 4 zu gucken, ohne 2.

Eben guckt der Mann Fußball.
Mit Ohrstöpsel.
Ich glaub, der ist bedröppelt, wegen dem Wasserglas.
Ich wollt noch ein bißchen schreiben – was will ich mit Fußball….

Meine roten Stiefelchen sind auch da.
Und dann frag ich mich doch wieder, wann ich die eigentlich anziehen will?
Hier laufen doch alle lieber mit den Docs oder Turnschuhen…
Bequem halt.

Aber hey, die Stiefel sind AUCH bequem.
Erstaunlich weich, sogar.
Trotz Absatz.
Und passen sogar zu Jeans.

Nur… einkaufen damit? 20min.?
Oder über die Felder? Erde? 2 Stunden?
Oder mit dem Auto in die Heimat? Gesamt 3 Stunden Fahrt?
Dort dann rumlaufen? 3 oder 5 Stunden?
Ganz realistisch – für WANN sind die???

Und doch ist es toll, dass sie da sind.

Na, mal gucken, wie wir das Wochenende rum kriegen.
Ich hoffe, wir werden nicht gar zu depp.
So, wie der Typ.
Oder so, wie früher manchmal.

Druck ist Mist.
Ich will keinen Druck mehr haben.

Euch einen schönen Abend *wink*

Ein Kommentar zu “Bist Du Frau oder Mutter?

  1. Pingback: Nicht *meine* Angst – Neues für Altes

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