#AwesomeBloggerAward (1)

Erstaunlicherweise wurde ich am selben Tag gleich 2x nominiert, worüber ich nach so langer Zeit ohne Award tatsächlich sehr glücklich bin.
Ich möchte hier beginnen mit der Nominierung durch die liebe Kopfstimme.

Und bedanke mich herzlich für die Nominierung.

Die Fragen stellen tatsächlich eine Herausforderung dar und sind nicht ganz so leicht zu beantworten.
Das wird hier tatsächlich ein Beitrag, der nicht kurz und auf einen Rutsch zu tippen sein wird.
Also beginne ich erstmal mit dem bürokratischen Vorspiel:

Über den Awesome Blogger Award:

„Dies ist eine Auszeichnung für die absolut wundervollen Schriftsteller auf der ganzen Welt des Bloggens. Sie haben hinreißende und wunderschöne Blogs, sind bezaubernd und liebenswürdig und finden immer einen Weg, dem Leben ihrer Leser Glück und Lachen zu verleihen. Das ist es, was einen großartigen Blogger wirklich ausmacht.“

Regeln des Awesome Blogger Award’s

  • Danke der Person, die Dich nominiert hat.
  • Kennzeichne den Beitrag mit #awesomebloggeraward.
  • Beantworte die Fragen, die Dir gestellt wurden.
  • Nominiere mindestens 5 Blogger und informiere diese über ihre Nominierung.
  • Gib ihnen 10 neue Fragen zur Beantwortung.

  1. In welcher Fantasiewelt würdest du am liebsten einen Tag verbringen?

Hm – schwierig.
Ich bin als Kind früher stundenlang durchs Dickicht der Wälder gestreift und habe nach den Schlümpfen gesucht. Weil es im Vorspann ja immer hieß, dass man nur genau hinzusehen braucht.
Schlümpfe wären also toll.
Und die Elfen- und Feenwelt.
Ich glaube, das könnte mir gefallen.

2. Erzähle von der schönsten Erinnerung aus deiner Kindheit.

Auch nicht einfach.
Im *echten Leben* gab es sowas so gut wie nie. Überhaupt?!
Ich weiß nicht, wo in mir ich danach suchen könnte.

Aber die schönste Zeit in der Kindheit hatte ich ansich immer dann, wenn ich Bücher las.
Zu verschwinden in den Geschichten der 3 Fragezeichen, von Balduin Pfiff oder aber auch – ganz krass – in den Geschichten von Edgar Allen Poe oder H.P. Lovecraft und mich aufzulösen in entweder, spannender und aufregender Freundschaft oder auch FIKTIVEM Horror und Grusel; dem absoluten Bösen,
schenkten mir eine Leichtigkeit, die ich normalerweise nie empfand.

3. Welcher deiner Beiträge war bis jetzt der zeitintensivste/aufwendigste?

Auch das ist bei inzwischen 1841 Beiträgen nicht wirklich zu beantworten.
Immer wieder, wenn ich zufällig auf einen alten Beitrag stoße, staune ich über meine eigene Wort- und Sprachgewalt und Ausdrucksstärke, die ich mir eigentlich so garnicht erklären kann.
Ich schreibe hier sehr viel Altagsgeblubber – aber zwischendrin befinden sich Beiträge, die mir sogar selbst die Schuhe ausziehen.
Nur finden… finden tut man die wohl eher zufällig.
Viel Spaß beim Finden 🙂

4. Gibt es Dinge in deinem Leben, die du gern anders gemacht hättest?

Darüber denke ich selbst oft nach.
Früher hätte ich sehr gerne fast alles in meinem Leben anders gemacht.
Inzwischen….

Ich glaube mittlerweile, dass man ALLES, das man im Leben erlebt, erleben MUSS. Genau SO.
Damit es möglich ist, den ganz persönlichen, eigenen Weg zu gehen und am Ende auch ganz alleine zu sich selbst zu finden.

All der Schmerz, die Qual, die Gewalt – man wünschte, man könnte sich das sparen.
Aber wenn ich mich umsehe, dann trifft es am Ende doch jeden Menschen – auf die eine oder andere Art.
Früher oder später.
Am Ende muß JEDER durch die Hölle – die ganz persönliche.

Und so habe ich meine eigene Hölle doch lieber relativ früh im Leben erlebt – gut, vielleicht auch ziemlich lange.
Aber so habe ich „hintenraus“ noch genug Zeit, um es zu heilen.
Und ich habe von vorneweg einen gut gefüllten Werkzeugkoffer, um auch mit weiteren schweren Zeiten recht professionell umgehen zu können.

Andere Menschen, die oft erst sehr spät im Leben erstmals ihrer Hölle begegnen, wissen oft überhaupt nicht, wie sie ihr wieder entkommen könnten.
Wenigstens DIESES Elend bleibt mir im Leben wohl erspart.
Und ich muß in dieser Not nicht verhärmt, bitter und ekelhaft werden – im Glauben, mich wehren zu müssen.
Ich darf im Alter liebend sein. Das ist doch wundervoll.

5. Was ist die großartigste wahre Geschichte, die du je gehört hast?

Ist nicht jede Lebensgeschichte für sich GROSSARTIG?
Ich habe bei sehr vielen Menschen etwas für mich gefunden, das ich nutzen konnte.

Ich mag diesen Satz:
„Jede Begegnung ist, wie ein Staubkorn auf dem Mantel des Lebens“.
Und so trage ich meinen staubigen Mantel aufrecht gehend und mit Glückseeligkeit.

6. Wenn du dich selbst für 30 Sekunden anrufen könntest, zu jedem Zeitpunkt in der Vergangenheit oder der Zukunft, wann würdest du dich anrufen und was würdest du sagen?

In Anbetracht der Tatsache, dass ich davon überzeugt bin, dass alles GUT ist, was war und ist – genau SO, wie es ist (s.o.) – würde ich solchen Anruf wohl nicht nutzen.
Ich hätte auch viel zu große Angst vor dessen Konsequenzen und Veränderungen, die sich hierdurch für mein gesamtes Leben ergäben.
Am Ende müßte es – WÜRDE – wohl zu nichts Gutem führen.

Aber früher hätte ich vermutlich geglaubt, dass es gut gewesen wäre

hätte mir irgendwer, damals so mit 7
als ich damals so verzweifelt darüber nachdachte,
wie ich meine gesamte Familie ermorden könnte
um mich selbst aus all der Gewalt zu befreien
nur ein einziges Mal gesagt, dass ich mit 7 strafunmündig bin und eben NICHT ins Gefängnis muß.

Ich glaube, ich hätte es getan.

Oder was wäre gewesen, wenn ich mit 16, kurz bevor ich zu meinem 1. Mann zog
gewußt hätte,
dass ich mich eben NICHT an Versprechen halten muß? Aus Prinzip?
Dann hätte ich mir das nochmal überlegt und wäre vielleicht doch lieber mit Hogeldi zusammen gekommen, in den ich mich in Schweden noch verknallt hatte.
Dann gäbe es aber auch meine Tochter nicht und die gesamte Lebensgeschichte wäre eine andere geworden.

Oder wenn mir jemand damals schon gesagt hätte, dass SEX eben nicht LIEBE ist? Dass man mich mein ganzes Leben bis dorthin belogen und verarscht hatte? Und ich eben nicht ewiglich bezahlen muß für jenes, das sie mir als Liebe verkaufen?
Auch dann wäre mein Leben vermutlich ganz anders gewesen.

Aber wäre es hierdurch auch BESSER geworden?!

Oder auch andersheruum.
Würde ich in die Zukunft telefonieren, würde mein älteres Ich ganz sicher zu mir sagen, ich soll einfach so weitermachen, wie ich es bisher getan hatte.
Alles wird gut.
Hierfür brauche ich nicht zu telefonieren 🙂 Ich kenne mich.

7. Was bringt dich immer zum Lachen?

Mein Mann 🙂
Sogar ich selbst, öfter mal.

Es ist gut, über sich selbst lachen zu können.
Und auch über die, die man liebt.
*Über* und auch *gemeinsam*.

8. Schreibe über eine Sache, von der alle Leute begeistert scheinen, und die du einfach nicht nachvollziehen kannst?

SMARTPHONES – ganz klar.

Wie oft fühlte ich mich als grausame Mutter, weil ich meiner Tochter nicht geben konnte, was ich glaubte, das sie bräuchte.
Aber ich KONNTE nicht – wegen all meiner erlebten Gewalt.

Heute?!
Verschenken Mütter und Väter diese Chance bei ihren Kindern FREIWILLIG.

Schauen lieber ewig auf ihre Handys, statt auf ihre Kinder.
Chatten lieber auf Whatsapp, statt mit ihren Kindern zu spielen oder reden.

Oder in Restaurants sitzen schweigende Ehepaare gegenüber.
Essen, mit Blick auf ihre Smartphones.
Würdigen einander keines Blickes. Bei Kerzenschein und gutem Essen, das sie nicht schmecken.
Verrückt, diese Welt. Oder?

Erst vorgestern sagte meine Tochter, sie könnte es kaum ertragen, mich mit meinem „alten Ding“ zu sehen.
Uralt und taugt eben so für SMS, mein Nokia C2
Aber hey…. mich ruft eh keiner an 🙂
Und Internet hab ich am PC.

9. Was war das verrückteste, das du je erlebt hast?

Hm… verrückt?
Ich könnt Freiergeschichten erzählen ohne Ende.
Wie wärs mit dem Typen, der mich anrief um zu fragen, ob ich auch bereit wäre, seinem Ziegenbock zur Verfügung zu stehen?
Oder dem, der meinte, es geile ihn, wenn ich vor seinen Augen eine lebendige Maus mit dem Absatz meiner Heels zertrete?
Oder der, der wollte, dass ich Luftballons platzen lasse, weil ihn das Knallen erregt?



Auch die vielen Männer, die sich in der *realen Welt* gezwungen fühlten, unzweifelhaft stark und dominant zu sein – und dann bei mir weinten, wie die Kinder, weil sie ihr Leid kaum ertrugen.

Männer, die trauerten, zweifelten oder mit der Kirche haderten?

Wobei „erlebt“ fragt ja vielleicht vielmehr nach Dingen, die MIR widerfahren sind?
Dazu bin ich aber meist viel zu abgespalten. *Erinnern* geht bei mir nur schwer auf Knopfdruck oder Wunsch.
Zumindest bei guten, schönen oder ausgefallenen Dingen, die nicht traumanah sind.

Aber was ist schon verrückt?!
Ver-rückt?!
Woanders hin gerückt, als dorthin, wo es *normalerweise* (?) sein sollte?

Ich mag Menschen, die ihre Lebenssicht oder -wahrnehmung ver-rücken.
Anders hinsehen oder leben, als das, was als *normal* gilt.
Und so versuche auch ich, meist ver-rückt zu sein 🙂

10. Gibt es etwas, dass du unbedingt noch ausprobieren möchtest?

Oh, ganz doll sehr viel 🙂
Ganz viel auch vielleicht, das ich *früher* konnte.
Konnte, in der Annahme, ich sei frei, ungezwungen und losgelöst von Allem. Dabei konnte ich bloß nicht fühlen…..
Heute nun schäme ich mich ständig; hab Angst oder bin völlig verunsichert und kann nun also fühlen, was früher tief in mir quälte.

Vermutlich, wenn ich mich dann irgendwann traue, alte Dinge neu zu (er-)leben, wird es also völlig anders sein.

FKK-Strand zum Beispiel.
Vielleicht auch mal in ne Disco gehen?
Singen? – also, wenns auch andere hören?

Aber eigentlich versuche ich ja ständig, meine inneren Grenzen zu dehnen und mich immer wieder mal ein bißchen MEHR zu trauen.


Den Abspann schenke ich mir hier an dieser Stelle.
Ich werde meine neuen Fragen am Ende der 2. Nominierung stellen und versuchen, dort auch die gewünschten weiteren Blogger zu nominieren.

Ich hoffe, es ist o.k., die beiden Nominierungen in dieser Art zusammen zu fassen.
Es doppelt zu machen, überstiege meinen Ideenreichtum.
Danke.

4 Kommentare zu “#AwesomeBloggerAward (1)

  1. Ich bin gerade zutiefst bewegt – auch wenn ich deine Ehrlichkeit & Offenheit eigentlich täglich in jedem deiner Beiträge lese und somit miterlebe, hat dieser nochmal ein ganz andere Farbe und Intensität. Ich bin einfach beeindruckt, mit welcher Stärke und Beharrlichkeit du dem Leben begegnest! Und ich feiere die Aussage „Und so trage ich meinen staubigen Mantel aufrecht gehend und mit Glückseeligkeit.“ 💚

    Vielen Dank fürs Teilen und Mitmachen!

    Ich mach mich jetzt mal ans Finden… 😉

    Gefällt 2 Personen

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