Sex auf Rezept und die Grünen – Teil 3

Dieser Beitrag knüpft an an Teil 2 zum Thema

Es gibt einen sehr großen Unterschied zwischen dem
gut-meinen und dem
gut-machen.

Der Unterschied liegt meist hauptsächlich darin, dass jene die gut meinen, alle Aufgaben an andere deligieren. Große Reden schwingen, über andere reden und die wirkliche Arbeit oft weiteren überlassen. Dass sie große Ziele mit wenig Aufwand zu erreichen suchen.

Und jene die gut machen oft selbst etwas tun.
Etwas tun, das meist damit beginnt, zu hinterfragen.
Mit jenen Menschen zu sprechen, um die es gehen soll.
Sie zu fragen, was sie denn überhaupt als gut empfinden.
Auch sich selbst zu fragen, wozu man eigentlich bereit ist.
Man muß sich erst einmal klar werden darüber, wohin der Weg gehen soll; wie er aussehen kann und ob man dies wohl durchsteht.
Aber vor allem muß man mit den Empfängern dieses Guten sprechen; mit ihnen kommunizieren.

Und es geht um sie – niemals darum, sich selbst zu rühmen; zu beweihräuchern und hochzujubeln mit all jenem, das man da so Tolles für andere getan hat.

Und die Vorraussetzung dafür, wirklich Gutes tun zu können, sehe ich inzwischen darin, erst einmal selbst heil zu sein.
Reflektiert und fühlfähig.
Ehrlich und wohlwollend.
Hierin liegt wohl der erste Schritt; die Basis.

Und hierin lag auch mein Irrtum.
Das nicht-Erkennen von jenem, das hinter all dieser Sexualbegleitung und der „Hilfe“ für all die vergessenen und ungewollten Männer steht.
Weil ich nur dachte, ich sei heil.
Weil ich nur dachte, ich könne mitfühlen.
Weil ich nur dachte, ich könne sehen.
Und weil ich nicht fühlen konnte, dass ich überhaupt nicht fühlen konnte.

Ich sah es nicht, weil jenes, das hätte in mir rufen sollte, als Kind zerstört worden war.
Und ich nicht wußte, dass es fehlte – und mich somit vergeblich darauf verließ.


Den letzten Teil beendete ich an jenem Punkt, als die großen Clubs erkannten, dass auch in behinderten Männern ein großes, finanzielles Potenzial steckt.
Und dass man dies nicht liegenlassen sollte.

Es sind schließlich die Prostituierten, die gucken müssen, wie sie damit klar kommen.

Ich hatte ebenfalls davon erzählt, dass es für mich 2 Sorten von Männern gibt – nicht nur, aber auch – unter den behinderten Männern.
Jene, die froh sind, Berührung erleben zu dürfen.
Und jene, die glauben es stünde ihnen etwas zu.
Die an sich raffen und nehmen – auch, wenn die Frau nein sagt.
Die überzeugt sind, ein Anrecht zu haben.
Ein Anrecht das erwächst aus irgendeiner Ungerechtigkeit; einem Schicksal – das die Frau gefälligst wieder „gut zu machen“ hat.
Sie soll gefälligst das Loch eines Mangels stopfen!!!!

Und oft gelingt es nicht, sich zu wehren; sich zu weigern und zu entziehen.
Oft ist man zerissen zwischen Anstand, Moral oder jenem, das man dafür hält – und dem Wunsch zu überstehen….
Irgendwie.

Aufgrund vieler Gespräche mit behinderten und alten Männern war ich dennoch davon überzeugt, Sexualbegleitung sei etwas Gutes.
Sie sei hilfreich.
Sie würde ermöglichen, dass einsame Männer ein bißchen Lebensfreude bekommen könnten.
Ich sah nur diese Seite der Münze und glaubte daran, etwas bewegen zu müssen.

Ebenfalls sah ich, dass es zunehmend Anbieterinnen gab, mit den – aus meiner Sicht – falschen Intentionen.
Aus dem Aspekt des Geldverdienens heraus.
Und so völlig ohne Ahnung; ohne Wissen – und vollkommen ohne Einfühlungsvermögen, Geduld und Bereitschaft, sich einzulassen.

Ich befürchtete großes Leid für die Männer, die ebenfalls oft ohne Ahnung, einfach das Netz nach Sexualbegleitung durchforsteten und die erstbeste Hure bestellten, die bereit war zu ihnen zu kommen.
Hörte Geschichten von ausgeraubten, gefolterten und verletzten behinderten und alten Freiern, die sich nicht hatten wehren können.
Die keine Anzeige hätten machen können.
Die bedroht wurden.
Die keine Anlauf- oder Hilfestelle gehabt hätten.
Welchen keiner glaubte.
– und irgendwie hatte ich niemals Wut auf Freier oder das System Prostitution.
Aber umso mehr auf geldgeile Huren, Zuhälter und die Herzlosigkeit der Menschheit.

Die Gewichtung in meiner Seele war völlig verschoben.
Ich fühlte nicht, dass man mich benutzte.
Ich fühlte nicht meinen eigenen Schmerz.
Fühlte keine Ungerechtigkeit, die man auch mir oft entgegen brachte.
Auch nicht, was man mir nahm – weil ich überhaupt nicht wußte oder fühlte, dass ich es besaß.
Meine Reduzierung auf Fleisch mit Loch war mir vollkommen selbstverständlich – tat ich es doch viele Jahre selbst.

Genau das war wohl der Punkt.
Es war meine Aufgabe; meine Berufung, als Fleisch mit Loch, mich vollumfänglich darum zu kümmern, dass es den Männern gut ging.
Und dass kein ahnungsloser Gutmeiner diesen Männern Schaden zufügt.

Wie sehr mich dieser Satz schmerzt.
Wie deutlich darin meine Dissoziation erkennbar ist; meine Abspaltung von meinem Fühlen und meinem Ich.

Aber so habe ich es empfunden.
So habe ich gelebt, gearbeitet und gehandelt.
So war ich konditioniert, mutiert und gezüchtet – seit meinem 4. Lebensjahr.
Und ich hatte es weder gesehen, noch gefühlt – geschweige denn angezweifelt.


Ich machte mir Gedanken darüber, was ich tun kann, um die „armen Freier“ vor all den „Gutmeinern“ zu schützen.
Um jenes, das da gerade neu erwächst
Jenes, das ich für Bewußtheit hielt
für Offenheit
für aufgeschlossene Sexualität und Anerkennung des Erwachsenseins behinderter Menschen
für eine heilsame und gute Entwicklung
für eine Art Revolution behinderter Menschen
bereits von klein an in richtige, gesunde Bahnen lenken zu helfen.

Alle möglichen Behindertenorganisationen, Wohnheime, Vereine wie proFamilia – ja sogar die Diakonie und andere begannen, sich mit dem Thema Sexualität und Behinderung zu beschäftigen.
Es gab unzählige neue Seiten im Internet und die Medien taten diesbezüglich das Ihrige.

Ich sah eine große Bedrohung auf alle zukommen, wenn nun im Übereifer weit über die Ziele hinaus geschossen würde.
Und ich machte mir Gedanken darüber, wo wessen; welche Grenzen liegen.
Was gut ist – und was zu viel.
Wie z.Bsp. Sexualität in Wohnheimen umgesetzt werden könnte.
Zu was ich selbst bereit sei.
Mit welchen Menschen, wie und wo.

Irgendwie fühlte ich, dass Sex alleine niemals eine Lösung sein kann.
Ich war mir sicher, dass es niemals gut sein kann, Menschen nun im Akkord „abficken“ zu lassen.

Ich hörte von einer anderen Sexualbegleiterin von ihren Erfahrungen.
Wie sie ursprünglich einst für 1 oder 2 Termine in ein Pflegeheim gefahren war – und die Heimleitung dort nun tatsächlich selbstständig; ohne sie zu fragen oder es im Vorfeld abzusprechen, einen Marathon terminiert.

Wie diese Heimleitung dort tatsächlich hintereinander weg
ohne Pause
ohne Waschmöglichkeit
ohne Erholung; Getränke oder Nahrung
ohne Zeit zu reflektieren
– Stunden-Termine plant mit 10 – 12 Senioren und behinderten Menschen.
Eine Art Tour durch alle Zimmer – eins nach dem anderen.
Hintereinander weg.

Und sie kommt zum 1. Termin dort an und wird mit diesen Plänen überrascht.
Überrumpelt.
Gefordert und erwartet.
Massenficken nach Standard.
Ficken – 12 Std. ohne Pause.

Wie kann das sein???

Kann dies tatsächlich im Sinne der Bewohner sein?
Im Sinne der Sexualbegleiterin?
Nutzbringend?
Für wen?

Wenn man überhaupt nicht weiß, ob der Empfänger dieses Sex´ das überhaupt will. Und wie? Welche Grenzen hat er? Welche Tabus? Will er SIE überhaupt?
Und wie geht es IHR dabei? Will sie das überhaupt? Erträgt sie das?
Mit welchem Recht verfügt diese Heimleitung über die Sexualbegleiterin?
Glauben die wirklich, sie täten ihr was Gutes? Weil sie so doch viel Geld verdient?


Ich ging in die Offensive und in die Öffentlichkeitsarbeit.
Führte Gespräche und Seminare in Lehranstalten und Behindertenvereinen über Möglichkeiten und Sinn – aber auch über Gefahren, Risiken und wichtige Schutzmaßnahmen für den Fall, dass man tatsächlich damit begänne, Sexualbegleiterinnen in Wohnheime einzuladen.

Ich sah ein riesengroßes Gefahrenpotenzial in jenem Bereich, wo man Männern mit geistiger Behinderung; mit Einschränkungen der Sprachfähigkeit; mit Verwirrtheit, Alzheimer oder ähnlichem wohlmeinend eine Hure ins Zimmer schickt.

Ich bat inständig um große Achtsamkeit gegenüber der Grenzen und des eigenen Willens solcher Männer.
Ich warnte vor Übereifer und Gedankenlosigkeit.
Und hoffte auf Einsicht, dass der Besuch einer beliebigen Hure nicht die Lösung aller Probleme der Pflegekräfte sei.

Mehrfach wurde ich belogen und verarscht.
Heilerziehungspfleger riefen mich an und baten um einen Termin für ihren „lieben, freundlichen, pflegeleichten und gut handelbaren Bewohner“.
Nein – eine geistige Behinderung hätte er nicht.

Ich sagte, ich wolle im Vorfeld ohne diesen Bewohner ein Gespräch mit dem Pflegepersonal.
Weil ich wissen wollte, warum sie denken, dass ihm ein Besuch bei mir etwas geben kann.
Fragte, weshalb dieser Mann denn nicht selbst anruft?
Ob sie sicher wüßten, dass ich mit meinem Service, Alter und Aussehen überhaupt den Vorstellungen dieses Menschen entspreche.

Für alles wußten sie schöne Worte.
Man beruhigte, besäuselte und mund-tötete mich.
Sagte zu allem ja und amen.
Und brachte mir den Bewohner dann doch ohne Vorabgespräch.
Ließ mir nicht, wie abgesprochen eine Telefonnummer da.
Stellte mir stattdessen Medikamente auf den Tisch gegen Epilepsie oder Herzanfälle.
Sagte, ich solle ihn nach dem Termin an den Anruf beim Fahrdienst erinnern, dessen Nummer im Geldbeutel sei.

Und mehrfach saß ich da mit einem ungewaschenen Menschen mit fleckiger Kleidung und Essen im Gesicht.
Kot am Körper und absolut fehlendem Verständnis für jenes, das passierte.
Fehlendem Verständnis für das System Prostitution.
Für meine Grenzen und mein Nein.

Und sie waren nicht mehr weg zu schicken.
Oder standen verloren für 4 Std. vor dem Haus, weil der Fahrdienst nicht kam.
Riefen jeden Tag 5x an, weil sie mich jetzt heiraten wollten.
Oder hatten Angst sich auszuziehen.
Wollten überhaupt nicht berührt werden.
Konnten nicht mit mir sprechen.
Hatten keine Worte oder kein Bewußtsein für ihr hiersein.
oder, oder, oder…..

Ich weigerte mich irgendwann, noch Männer zu terminieren, die nicht selbst anrufen konnten.
Nicht selbst sagen konnten, was sie wollen.
Dass sie wollen.
Nicht selbst sagen konnten, dass sie zu mir wollen.
Nicht selbst ausdrücken konnten, dass sie wüßten, was ich biete – und was nicht.
Und dass sie dies akzeptieren.

Ich weigerte mich, irgendwo hin zu fahren, wo ich nicht sicher wußte, dass ich auch bleiben würde.

Und ich habe gelernt, dass Heilerziehungspfleger, Heimleitungen und oft auch Eltern von pflegebedürftigen Menschen oft alles wollen – nur nichts Gutes.

Weder für den behinderten/alten Menschen – und schon garnicht für mich.
Sie hoffen lediglich darauf, dass es hilft, dass Ruhe herrscht.
Entspannung
Stressabbau
Probleme sich auflösen

Aber kein einziger will wirklich zuhören.
Keiner will sich wirklich bemühen.
Keiner ist ehrlich.
Keiner bringt sich selbst ein.
Keiner beschäftigt sich ernsthaft.
Keiner achtet auf Grenzen und Selbstbestimmung.

Und sie reden sich heraus mit Sätzen wie
„Ich respektiere die Privatsphäre des Bewohners. Was er im Bett tut, geht mich nichts an“
„Ich will das alles garnicht wissen – Es ist schon genug, dass ich überhaupt hier bin“.

Und niemand redet im Vorfeld mit dem Bewohner.
Guckt im Vorfeld Homepages von Anbieterinnen an.
Spricht deutlich über die Natur/das System der Prostitution und stellt klar, dass es hierbei nicht um Liebe geht.
Keiner fragt, was der Bewohner eigentlich wirklich will.
Niemand befaßt sich ernsthaft damit, welche Phantasien und/oder welche sexuelle Ausrichtung der Bewohner überhaupt hat.
Keiner wäscht die Bewohner; pflegt sie vor einem Hurenbesuch.
Keiner spricht über Kondome und Schutz.

Es interessiert sich auch keiner für die Gefühle der Frauen
Wollen Frauen auch Sex? Sollen sie? Müssen sie gar?
Oder ist das nur was für Männer?

Und was ist mit Homosexualität? Trans*? Fetischen?
Überhaupt irgendetwas ganz persönlichem dieses Menschen?
Fragt da einer?
Oder muß der Standardfick bei der 0815-Hure für alle passen?
Jedem gleich gut?
Eine für alle?

Heilerziehungspfleger/Betreuer/wer auch immer verhalten sich absolut ignorant.
Scheuen es, über Sex zu reden – fahren die Bewohner jedoch peinlich berührt in den Puff, um sie dort abzuladen und schnell das Weite zu suchen.

Keiner kümmert sich hinternach darum, ob der Puffbesuch überhaupt einen Nutzen gezeigt hat.
Wie er verlaufen war.
Ob die Prostituierte klar kam; ob es Auffälligkeiten gab; Probleme; Übergriffe; Mißverständnisse
Ob der Bewohner tatsächlich glücklich war über diese Art von Sex; dort; mit dieser Frau; auf jene Weise
Was man hätte anders oder besser machen können

Keiner will das wissen!!!!!

Und ich kam zu der Lehre und Erkenntnis, dass Dritte, welche einen Menschen zu Prostituierten bugsieren, niemals das Wohl dieses Menschen im Sinne haben.

Sexualbegleitung mag u.U. sinnvoll und gut sein.
Unter ganz speziellen Umständen und mit reflektierten, heilen Beteiligten.

Aber meist ist sie dies eben nicht.
Und sie wird benutzt, um völlig andere Dinge zu befriedigen.
Um mit Sex einen Mangel zu befriedigen, welcher ansich überhaupt nichts mit Sex zu tun hat.

Und ich habe mir die Gosche fusselig gelabert bei so vielen großen, handlungsfähigen und entscheidenden Stellen.
Um den Blick auf die Grenzen und Risiken zu lenken.
Sie wachsam zu machen und aufzuzeigen, wie mißbräuchlich es ist, einen geistig behinderten Bewohner unbeaufsichtigt einer völlig unbekannten Hure zu überlassen und die Türe zu schließen.
Weg zu sehen und geschehen zu lassen, wovon man glaubt, es gehe einen nichts an.

Aber wer war es denn, der dieses Zusammensein; diese Auslieferung initiiert hat?
Der den ersten Schritt getan hat um zu ermöglichen, dass ein weiterer die Grenzen eines Schutzbefohlenen überhaupt erst überschreiten kann?

Und es ist unbedeutend, ob nun die Hure evtl. die Grenzen des Bewohners überschreitet – oder der Bewohner jene der Hure – oder beide sich gegenseitig.
Es ist zwangsläufig eine Mißbrauchssituation, welche ihren Ursprung in der wohlmeinenden Auslieferung durch Dritte findet.

Und höchstwahrscheinlich ist der geistig behinderte Bewohner ebenso unreflektiert und ungeheilt wie die Hure, welche letztlich vielleicht einem ähnlichen Irrglauben anheim gefallen ist, wie ich früher.
Die vermutlich genau so wenig fühlen kann, wie viele andere Huren.
Abgespalten, traumatisiert und dissoziiert.


Wenn ich mich früher noch gefreut hatte, dass derart große Instututionen wie proFamilia und sogar die Diakonie sich nun öffnen für ein Umdenken
für ein Anerkennen von erwachsener Sexualität bei behinderten und alten Menschen
und geglaubt hatte, dies sei ein großer und positiver Fortschritt

so habe ich heute, wo ich lerne zu fühlen, große Furcht davor.

Nein, das Anerkennen von Sexualität als Bestandteil erwachsenen Lebens ist es nicht, das mich erschreckt. Dies ist ein ganz gewiß guter Ansatz, um auch abhängig lebenden Menschen ein zufriedenes Leben zu ermöglichen.

Dieses Anerkennen jedoch damit zu verknüpfen, nun Sexualität förmlich aufzuzwingen
Zu glauben, dass Sexualität Heilkraft habe
Notwendig sei – auch in Wohnheimen und bei Menschen, welche diesbezügliche Äußerungen überhaupt nicht tätigen
A zu sagen – ohne willens zu sein, auch Z zu sagen
Staatsgelder zur Verfügung zu stellen für Massenvergewaltigungen
Zu glauben, Sex sei zertifizierbar und normbar
Zuteilbar
Eine kaufbare Leistung

wäre ausgerechnet für die Diakonie und andere Institutionen, welche sich auf Menschlichkeit, Nächstenliebe und Menschenwürde berufen der absolute Tod; die Verleugnung und ad absurdum-Führung aller menschlicher Werte.

Gekaufter Sex mag auf den ersten Blick vielleicht so manches Problem kleiner werden lassen.

Aber die wahren Probleme
die großen Probleme
und die Irrtümer
liegen darin zu glauben, man könne alles kaufen.
Auch darin zu glauben, Geld sei das Wichtigste; das Erstrebenswerteste
und alles müsse unkompliziert und günstig sein.

Je mehr das Augenmerk auf Geld gelenkt wird
und weniger auf menschliche Werte
desto verrückter, kränker und dümmer werden die Menschen.

Wenn man alles nur deligiert
Morgendliche Komplettpflege im Heim nur 14 Minuten dauern darf
Niemals Zeit für Gespräche, Mitgefühl; sich einlassen; da sein; ein Miteinander ist
Menschen einsam in Zimmern vegetieren
Schlechtes Essen kaltherzig abgefüttert wird
Der Umgang emotionslos und funktional ist
– dann hilft auch kein Fick mit einer Hure weiter, um dies auszugleichen.

Hier wird man ansetzen müssen – und nicht beim Sex.

Und ich hoffe, man merkt es noch. Früh genug.

 

 

 

7 Kommentare zu “Sex auf Rezept und die Grünen – Teil 3

  1. Pingback: Die Grünen und die Sexualbegleitung Teil 2 – Missbrauch, Folgen und der Weg

      • Umso bemerkenswerter sind deine Worte. Ich verstehe nun auch die Unsicherheit, ob du den Link an Grüne oder andere Verantwortlichen weiterreichen sollst, da du dir ohnedies schon „den Mund fusslig geredet hast“. Allerdings fehlte dir damals noch das nötige Verständnis für dich. Es ist also eine andere Situation. Allerdings ist so wichtig auf dich zu hören, ob du dich dazu dzt. in der Lage fühlst. Das ist das Wichtigste. Wenn nicht kommt ein anderer Zeitpunkt, oder keiner, oder, oder. Jetzt ist es mal gesagt. Graruliere! ❤
        Ich wünsche dir nun gute Erholung von dieser Abeit und alles, alles Liebe von Herzen ❤
        Hab einen schönen Abend 🙂
        "Benita"

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  2. Pingback: Nichts und doch so viel – Missbrauch, Folgen und der Weg

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