Mama, geht Papa auch in den Puff?

Ich finde diesen Blog beitrag sehr gelungen, weil er in vielem direkt auf den Punkt trifft.

Nur – es sind nicht nur AUSLÄNDISCHE Frauen, die man zu Sexsklavinnen konditioniert. Das geht auch mit deutschen Mädchen.
40 Jahre später, kann man dann darüber in Blogs wie meinem lesen….

Bildschirmfoto 2016-04-29 um 09.02.08.jpgStuttgarter Bürger_innen regen sich über eine Plakataktion der Stadt auf, die sich an Freier richtet. Ekelhaft und „Wie erklär ich’s  meinem Kind?“ Da wird wieder mal Bote geköpft, der mit der Wahrheit kommt.

Eine Zeitlang gab es kaum einen deutschen Fernsehkrimi ohne Rotlichtmilieu. Huh, wie schön verrucht! Sieht man ja sonst nicht, kommt man ja nie hin. Ende der 90er bin ich eine Nacht mit der Polizei mitgefahren. In einem Puff machte ein Freier Randale. Also auch ich rein ins legendäre Dreifarbenhaus. Die Puffmutter trug einen weißen Kittel, wirkte wie eine schwäbische Putze. Nix von Rotlichtromantik. Der Freier war unzufrieden mit Bildschirmfoto 2016-04-29 um 18.22.42.jpgder erbrachten Leistung und stand unter Drogen. Er wurde vor der Tür beruhigt. Die eigentliche Stuttgarter Reeperbahn befindet sich im Leonhardsviertel.

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4 Kommentare zu “Mama, geht Papa auch in den Puff?

  1. Prinzipiell finde ich die Plakat-Kampagne gut.

    Menschen, die sich über Wortwahl aufregen (egal welche), sind mir generell zuwider. Das Leben ist nunmal kein Spaß, das kann man dann auch verbal erörtern, indem man Dinge direkt formuliert.

    Was mich an dieser Kampagne dann aber doch stört, ist dieses „Verantwortung abgeben“: Wenn ein Land klare Menschenrechtsgesetze hat (Legislative), dann muss es diese auch umsetzen (Exekutive). Sonst kann es sich einfach nicht Rechtsstaat nennen. Die Verantwortung einfach wegzuschieben und so zu tun, als ob der Freier allein dran schuld ist, finde ich auch nicht gut. Natürlich hat er in gewissem Sinne eine Mitverantwortung, denn nach „Angebot und Nachfrage“ regelt er den Markt. Dennoch sollte sich der Staat da nicht einfach rausreden, in dem er ein paar putzige Sätzchen irgendwo hinplakatiert.

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    • Das hast Du gewißlich nicht Unrecht.
      Wobei Stuttgart nun ja nicht „der Staat“ ist.
      Ich bin froh, dass eine Stadt auf diese Art zumindest Veto einlegt gegen das, was ist.
      Der Staat hat andere Handlungs- und Entscheidungsgewalten und sollte diese dann auch nutzen (was ja an anderer Stelle auch „in Arbeit“ scheint).

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      • Grins – klar richtet sich die Stadt nach dem Staat. Aber manches dürfen sie dennoch auch selbst entscheiden. Mit oder ohne Gesetze von oben.
        Und wenn der Staat sagt, Prostitution ist legal – dann sagt Stuttgart, „das finden wir trotzdem doof“.
        Und das gefällt mir.

        Oder ernsthaft formuliert:
        Die großen Gesetze macht zwar der Staat – also z.Bsp. das Prostitutionsgesetz, das diese seit 2002 legalisiert.
        Aber die Bundesländer; danach die Kommunen sind z.Bsp. selbstverantwortlich darin, wie sie ihre Sperrgebiete regeln.
        Und somit, wie die Bauämter entscheiden, wo und wieviele bordellähnliche Betriebe öffnen dürfen. Hierdurch entstehen die bundesweit so verschiedenen „Ballungsgebiete“ der Clubs und Bordelle.

        Eine Stadt kann somit nicht die Prostitution illegal machen – aber dennoch dafür sorgen, dass kaum Großbordelle zugelassen werden.
        Privatwohnungen mit – ich glaube – bis zu 3 Frauen hingegen, fallen widerum unter eine andere Bezeichnung und somit unter eine andere Regelung.
        Kompliziert das ganze…

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