Ansturm

Gestern war erstaunlich.
Da ich bereits schon länger mit SurvivorofProstitution in Verbindung stehe und auch oft auf ihrem Blog kommentiere, traf mich gestern ein Ausläufer jener Welle, die ihr Artikel im Spiegel geworfen hatte.

Bereits vorgestern Abend wunderte ich mich über eine gewisse Zunahme von Klicks.
Aber erst gestern überriß ich das Ausmaß, das es auch bei mir bekam – ich hatte über 100 Leser, welche fast 600 Beiträge zumindest überflogen.
Das ist in meinem Blog zumindest sehr viel.
Schade, dass sich hier keiner äußern wollte und alle lieber „anonym“ lasen. Weiterlesen

Liebe

Guten Morgen, ihr Lieben 🙂

Vorhin saß mein Mann nach dem Duschen hier bei mir im Wohnzimmer auf dem Sofa, um sich trocknen zu lassen.
Ich saß am PC und scrollte durch facebook, als ich einen Witz fand:

Er liegt im Krankenhaus, sie sitzt daneben.
Er: „Damals, als mich meine Eltern rausgeworfen haben, warst Du da.
Als ich meinen Job verloren habe und das Haus abgebrannt ist, warst Du da.
Als ich Alkohol- und Drogenabhängig wurde, hast Du mich wieder aufgebaut.
Auch jetzt, nach dem 3. Schlaganfall in 6 Monaten, bist Du noch immer bei mir.
Weißt Du, was ich glaube?“
Sie – den Tränen nah, mit zittriger Stimme: „Was denn, Liebling?“
Er: „Ich glaub, Du Schlampe, bringst mir Pech.“

Im ersten Moment lacht man ein kleines bißchen, vielleicht. Weiterlesen

Es ist sehr spannend

im Moment.

So Leid es mir auch tun mag, wenn ich hier in meinem Blog manchmal vielleicht mit Themen, Formulierungen oder Äußerungen für manchen Menschen (- der mir etwas bedeutet) drüber bin…..
Drüber, über irgendeiner Grenze
über einer Moral, einem Schmerzempfinden oder auch über einer Art von Ästhetik

so merke ich im Nachgang dann doch immer wieder, dass genau DAS für mich notwendig ist.

Nicht das Verletzen anderer.
Aber das Herauslassen; das Aussprechen von genau DEM, das ich fühle.
Das Benennen genau dieser Worte; dieser Formulierungen und machmal auch dem bewußten Sprengen jedwelchen Anstands oder irgendwelcher „das tut man nicht´s“. Weiterlesen

Dinge passieren

Einen wunderschönen Nachmittag, wünsche ich 🙂

Es ist für mich eine außergewöhnliche Uhrzeit – aber irgendwie auch eigenartig im Leben momentan.

Seit so etwa 3 Tagen stimmt mit mir etwas nicht.
Öhm… also anderes, als sonst.   😚

Ich krieg meine Zähne nicht mehr aufeinander.
Irgendetwas in meinem Kiefer verschiebt sich.
Die unteren Zähne stoßen derart anders hinten an den Oberkiefer; wie verschoben; schief…
Und ich kann es versuchen so oft ich will – es ist nicht mehr, wie bisher. Weiterlesen

Ich bin immer wieder über den Facettenreichtum erstaunt

der sich auftut, wenn man unterschiedliche Blogs von Gewaltopfern liest.

Schon alleine die Art zu schreiben, die Intention und auch die Form der Blogs.
Manche eher berichtend, andere analytisch und manche erzählend.
In einigen Gedichte und Kunst
In anderen Ratschläge
Und welche wie meiner, in die pure Gefühle fließen

Auch die Dinge die uns helfen, sind teils grundverschieden. Weiterlesen

Wehmut und Bedauern

Guten Morgen, ihr Lieben 🙂

Kennt das von Euch auch jemand?

Im Moment geistern mir wieder die Menschen meiner Vergangenheit durch den Kopf.
Mitschüler, Nachbarn…. liebe Menschen, mit welchen ich gerne Zeit verbrachte als Kind.
Mit welchen ich oft zusammen war.
Auch oft gelacht hatte.
Und dann… irgendwann… war ich so komisch geworden; hatte mich merkwürdig verhalten oder war zudringlich geworden; übergriffig; distanzlos. Weiterlesen

Es ist ein bißchen

wie in einem Glaslabyrinth, geht mir gerade durch den Aua-Kopf.

So, als würden alle Leute zu mir sagen:
Schau doch!!!
Du hast doch schon was bekommen!
Du bist viel weiter gekommen, als so viele andere.
Du hast die Anerkennung vom Fond sexueller Mißbrauch
Du hast die Anerkennung vom OEG – sogar auf Anhieb über dieser 30%-Marke!!!
Du hast das alles alleine geschafft!
Obwohl alle sagten, Du sollst es grade lassen, weil Du eh keine Chance hättest.
Und siehst Du, wie stark Du bist? Du hast es trotzdem gemacht.
Alleine sogar.
Und Du hast etwas erreicht. Weiterlesen

Viertel nach 3

bin ich heute aufgewacht.

Wir waren bereits um 21h schlafen gegangen und offensichtlich dachte etwas in mir, 6 Std. Schlaf sind genug.
Ich erwachte mit Überallschmerzen – es gibt nichts an mir, das nicht weh tut.

Mein Kopf mag nicht denken; kann es nicht wirklich.
Es ist ein Gefühl, als müsse ich alles los lassen.
Los lassen, weil keine Kraft da ist, um fest zu halten.

Mein Körper ist derart verkrampft und angespannt, dass es in allen Gelenken kracht, sobald ich versuche, mich zu dehnen.
Mein Herz klopft mühsam an gegen den harten Panzer der Brustmuskulatur, die es umgibt.
Es rumpelt, stolpert und gurgelt.
Aber „das ist ja alles nur psychisch.
Kann man nix machen.
Müssen Sie halt durch“….. Weiterlesen